Mord aus Eifersucht: Lebenslang für 28-Jährigen

Schweinfurt - Zwei Männer, eine Frau: Nach einem tödlichen Eifersuchtsdrama in Schweinfurt muss ein 28 Jahre alter Mann lebenslang ins Gefängnis. Er hatte seinen Nebenbuhler brutal erstochen.

Wegen Mordes an einem Nebenbuhler ist ein 28-jähriger Mann aus Unterfranken zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Schweinfurt sah es am Montag als erwiesen an, dass er vor einem Jahr den 23 Jahre alten Partner seiner Ex-Freundin aus Eifersucht erstochen hatte. Demnach hatte der Mann seinem Widersacher vor dessen Wohnung in Schweinfurt aufgelauert. Laut Staatsanwaltschaft erlitt das Opfer 23 Stich- und Schnittwunden. Der 28-Jährige konnte es nach Ansicht der Strafkammer nicht verwinden, dass die Frau, mit er eine kurze Affäre hatte, sich von ihm getrennt und wieder mit ihrem früheren Lebensgefährten zusammengekommen war. Die damals 19 Jahre alte Frau wollte nach der Tat ihrem Freund noch zur Hilfe eilen und wurde dabei selbst am Oberschenkel und an der Schulter verletzt. Als ein Nachbar den Tumult bemerkte und die Polizei zur Wohnung eilte, flüchtete der Täter auf den Balkon, konnte dann aber festgenommen werden. Die tödliche Attacke auf den Konkurrenten hatte der Mann im Prozess zwar gestanden, einen konkreten Mordplan aber zurückgewiesen. Er habe lediglich mit dem 23-Jährigen reden wollen. Dieser habe ihn jedoch beschimpft und bedroht. Der Verteidiger des 28-Jährigen hatte deshalb auf Totschlag plädiert und zehn Jahre Haft gefordert. .

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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