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Der Hof des Ermordeten.

Verwandter (51) ermordet 89-jährigen Millionenbauern

Fischbachau - Wenige Tage vor Weihnachten soll ein 51-Jähriger seinen reichen Onkel (89) in Fischbachau ermordet haben. Hat er es auf das Erbe abgesehen?

An Heilig-Dreikönig stand in einem Ortsteil von Wörnsmühl (Kreis Miesbach) ein runder Geburtstag auf dem Plan. Der 90. von Andreas S. hätte gefeiert werden sollen. Bürgermeister Josef Lechner hatte extra schon einen Geschenkkorb herrichten lassen, schließlich war der Landwirt nicht nur Gründungsmitglied im Schützenverein, sondern auch bei der örtlichen Feuerwehr und im Sportverein. Trotz Austrags war Andreas S. aber noch immer aktiv und umsorgte seinen Hof. Im Sommer kümmerte sich noch um die Kälber der Nachbarn und half bei der Heuernte mit. Oft wurde der Bauer, der auf seinem Hof mit einigen Mietern lebte, auch noch auf seinem alten Traktor gesehen.

Nun aber wird der Ort von einem Mord erschüttert! Ein Verwandter (51) soll den Hinterebner-Anderl umgebracht haben!

Nach tz-Informationen war es dieser 51-Jährige, der zwei Tage vor Heiligabend die Kripo verständigte, weil er den Bauern tot auf seinem Hof entdeckt hatte. Die Beamten stellten fest, dass die Leiche zwar äußerlich keine Verletzungen aufwies. Trotzdem ergaben sich Verdachtsmomente, die laut Polizei auf eine nicht natürliche Todesursache schließen ließen. Möglicherweise hat sich der 51-Jährige in Widersprüche verwickelt. Das heißt: Mord! Eine durch die Staatsanwaltschaft München II angeordnete Obduktion der Leiche ergab dann auch, dass der 89-Jährige brutal ums Leben gebracht wurde. Noch während der Weihnachtsfeiertage wurde der 51-jährige Verwandte, der im benachbarten Miesbach wohnt, festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen Mordes erließ.

Die Tat kann in Wörnsmühl niemand verstehen. „Der Anderl hat doch immer allen geholfen“, sagt ein alter Spezl. Das Opfer, das äußerst bescheiden lebte und sich höchstens mal am Sonntag eine Maggi-Suppe in der Gaststätte Nägele gönnte, dürfte aber auch über ein beträchtliches Vermögen verfügt haben. Schon alleine der Hof, der gut in Schuss war und sogar über eine eigene Hauskapelle verfügt, ist viel wert. Liegt hier das Motiv?

wpd/mc

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