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In diesem Haus in Meiling wurde 72-Jährige im September 2015 getötet.

Zwei Jahre nach der Tat

Raubmord in Meiling: Jetzt muss die brutale Froschbande büßen

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Der brutale Raubmord in Meiling (Landkreis Starnberg) schockierte sogar erfahrene Ermittler. Nach zwei Jahren muss sich die Froschbande nun für ihre schrecklich Tat vor Gericht verantworten. 

Meiling/Seefeld - Irmgard K. (68) hat ihr Haus in Meiling (Lkr. Starnberg) verkauft und ein neues Leben begonnen – zu sehr schmerzen die Erinnerungen an den Spätsommer 2015, als sie und ihr Mann von der brutalen Froschbande aus Rumänien überfallen, verprügelt und in die eigene Besenkammer gesperrt wurden. 

Ihr Gatte Markus (72) hat den Angriff nicht überlebt. Zwei Tage lang musste Irmgard K. schwer verletzt ausharren – ehe sie von einem Zeitungsausträger gefunden wurde. Jetzt muss sie den Mördern ihres Mannes möglicherweise wieder ins Gesicht schauen. Denn vor Gericht sollen sie nun für ihre Tat büßen!

Sieben der acht Bandenmitglieder hat die Polizei in St. Pölten nach der Festnahme im September 2015 der Öffentlichkeit präsentiert. In den Meilinger Mord soll noch ein weiteres Mitglied involviert gewesen sein. Bald werden sie nach München überstellt.

Der Raubmord in Meiling schockierte vor zwei Jahren 

Markus R. (l.) aus Meiling am Starnberger See prügelten die Brutalo-Räuber zu Tode.

Der Raubmord an dem schwer kranken Markus K. in der Nacht vom 4. auf den 5. September 2015 hatte die kleine Ortschaft in der Gemeinde Seefeld in Schockstarre versetzt. Im beschaulichen Münchner Süden waren Einbrecher zu eiskalten Mördern geworden – wegen etwas Bargeld und einer Handvoll Schmuck. Bereits tagsüber hatten die Täter das Haus der K.s ausgekundschaftet. Einer der Männer bat um Wasser für seinen Kanister, die Komplizen warteten im Fluchtfahrzeug ganz in der Nähe. In der Nacht kehrten sie zurück und brachen die Terrassentür auf. Weil sich Markus K. der achtköpfigen Bande in den Weg stellte, musste er sterben. Mit einer Holzlatte prügelten sie auf den 72-Jährigen ein, sperrten ihn danach in einen dunklen Raum. Gattin Irmgard musste in der Speisekammer ausharren. Dass ihr Mann bei dem Überfall starb, begriff sie erst, als sie aus ihrem Gefängnis befreit wurde.
Dann begann die Jagd auf die Schwerverbrecher. Zwei Tage nach der Attacke von Meiling schlug die Froschbande im österreichischen Gänserndorf wieder zu. Doch vor einem Wiener Lokal feierten sie ihren jüngsten Coup zu offensichtlich, wurden samt der Beute ihrer vergangenen Raubzüge ertappt und sitzen seither im Gefängnis.

In Österreich wurde die Bande bereits wegen anderer Raubdelikte zu empfindlichen Haftstrafen zwischen achteinhalb und 19 Jahren verurteilt. Doch wegen der Horrornacht von Meiling wird ihnen nun auch in München der Prozess gemacht. Die Anklage lautet auf Mord aus Habgier. Ein Termin für die Verhandlung steht derzeit noch nicht fest.

Schreckliche Bluttat im Dorf unvergessen

Auch knapp zweieinhalb Jahre danach ist die Tat in dem 200-Seelen-Dorf noch präsent. Gerald Schulz kennt Witwe Irmgard gut. Er sagt: „Sie hat sich zwar körperlich erholt, seelisch aber noch schwer zu knabbern.“ Bürgermeister Wolfram Gum: „Wir sind noch immer spürbar betroffen.“

Johannes Heininger

Brutaler Raubüberfall in Meiling- Video vom Tatort (2015)

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