Wiederaufnahmeantrag abgewiesen

Mord an Parkhaus-Millionärin: Kein neuer Prozess

München/Augsburg - Das Verfahren gegen den sogenannten Münchner Parkhausmörder wird nicht neu aufgerollt. Das Landgericht Augsburg hat einen Wiederaufnahmeantrag zurückgewiesen

Zum "Parkhaus-Mord" gibt es keinen neuen Prozess: Das Landgericht Augsburg hat einen Wiederaufnahmeantrag des Verurteilten als unzulässig zurückgewiesen, teilte das Gericht am Freitag mit. Es lägen keine neuen Tatsachen oder Beweismittel vor, die das ursprüngliche Ergebnis erschüttern. Eine Wiederaufnahme eines Verfahrens zugunsten des Verurteilten sei nur zulässig, wenn es dann auch zu einem Freispruch oder einer milderen Strafe kommen könnte.

Nach Angaben des Gerichts hat der Verteidiger des Verurteilten bereits Beschwerde gegen die Entscheidung eingereicht, über die nun das Oberlandesgericht München zu entscheiden hat.

Im August 2008 hatte das Landgericht München I den Angeklagten nach 93 Verhandlungstagen des Mordes an seiner Tante schuldig gesprochen. Der damals 33-Jährige wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte stets seine Unschuld beteuert. Das Schwurgericht urteilte jedoch, dass er im Mai 2006 die Millionärin in ihrer Wohnung über der Garage erschlagen hatte, um sich das Erbe zu sichern.

Eine Säule des Schuldspruchs war die angenommene Angst vor der Enterbung durch die Tante. Der Neffe habe ihr den Abbruch des von ihr bezahlten Jura-Studiums verschwiegen, als sie dahinter gekommen sei, habe sie mit ihm gebrochen. Die gegen das Urteil gerichtete Revision beim Bundesgerichtshof blieb erfolglos.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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