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Mord in Pfaffenhofen: Bestatter tragen die Leiche des 31-Jährigen in ihren Wagen.

Küchenmonteur: Seine Mörder raubten ihn aus

Pfaffenhofen - Der in Pfaffenhofen erschossene Küchenmonteur ist offensichtlich von seiner tatverdächtigen Ex-Freundin auch ausgeraubt worden. An dem Verbrechen waren nach den bisherigen Ermittlungen der Ehemann der 32-Jährigen und eine gemeinsame Bekannte beteiligt.

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Polizei sucht Lastwagenfahrer als Zeugen

Tatverdächtige hatten falsches Alibi

31-Jähriger erschossen im Elternhaus gefunden worden

Das in München wohnende Trio ist rauschgiftsüchtig und wollte mit der Tat vermutlich an Geld für neue Drogen kommen. Seit Donnerstag gibt es in dem Fall den dritten Haftbefehl, wie Staatsanwaltschaft Ingolstadt und Polizeipräsidium Oberbayern Nord in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten.

Aus "ermittlungstaktischen Gründen" wollten die Beamten nicht sagen, wie intensiv die Bekannte des Ehepaares an dem Verbrechen beteiligt war. Der Ermittlungsrichter erließ jedenfalls Haftbefehl gegen die 29-Jährige. Die Frau hatte versucht, dem am Montag festgenommenen Paar ein falsches Alibi zu verschaffen. In ihrer Wohnung wurden zudem die mutmaßliche Tatwaffe - eine Pistole vom Kaliber 7,65 - und persönliche Gegenstände des Opfers gefunden. Die Ermittlungen ergaben auch, dass die 32-Jährige weiterhin Sex mit dem Küchenmonteur hatte, obwohl sie mittlerweile mit dem fünf Jahre jüngeren Mann verheiratet war.

Inzwischen meldete sich ein von der Polizei als Zeuge gesuchter Lastwagenfahrer. Er gab an, in der Tatnacht die beiden Frauen als Anhalterinnen mit mehreren Gepäckstücken von Pfaffenhofen nach München mitgenommen zu haben. Die Kripo sucht jetzt weitere Zeugen, die das Duo am Montag zwischen 4.30 und 6.00 Uhr in Garching bei München gesehen oder im Fahrzeug mitgenommen haben.

Bilder vom Tatort

Bilder vom Tatort in Pfaffenhofen

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