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Mit einer Armbrust wie dieser wurde der Rentner getötet

Mord an Rentner - Pärchen angeklagt

Weiden - Mehr als ein halbes Jahr nach der tödlichen Attacke mit einer Armbrust auf einen Rentner in Weiden hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ein Pärchen erhoben.

Einem 22 Jahre alten Bundeswehrsoldaten werde Mord und versuchter Raub mit Todesfolge zur Last gelegt, sagte am Dienstag der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer. Er bestätigte einen Bericht der Zeitung „Der Neue Tag“. Zudem wirft die Anklagebehörde der ein Jahr älteren Freundin versuchten Raub mit Todesfolge vor. Das Landgericht Weiden muss nun entscheiden, ob es die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt.

Das Pärchen soll das 66 Jahre alte Opfer zufällig ausgewählt haben. Geplant habe das Duo einen Raub, um sich mit der Beute aus privaten Problemen ins Ausland abzusetzen, erläuterte Schäfer. Während die Frau den Tatort absicherte, soll der Soldat den Rentner zunächst mit der Armbrust in den Rücken geschossen und anschließend mit mehreren Messerstichen getötet haben. Anschließend flüchteten die beiden.

Auf dem Flughafen der Kanareninsel Fuerteventura wurden das Pärchen schließlich festgenommen. „Bei den Vernehmungen hat der Mann die Tötung des Rentners zugegeben“, sagte Oberstaatsanwalt Schäfer. Der Frau konnte eine Tötungsabsicht nicht nachgewiesen werden. Sie hatte jedoch am Tattag mit einem gefälschten Überweisungsauftrag bei einer Bank 3000 Euro auf ihr Konto transferiert.

Ein Spaziergänger hatte die Leiche des Rentners am Rand eines Radweges entdeckt. Ein weiterer Zeuge hatte einen Mann und eine Frau kurz nach der Tat vom Tatort mit einem Wagen flüchten gesehen. Der Wagen wurde schließlich in Berlin sichergestellt. Der Soldat hatte kurz vor der Attacke auf den Rentner mit der Armbrust auf einen Hund geschossen. Die Waffe war in der Nähe des Tatorts in Weiden gefunden worden.

dpa

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