Mord in Tiefgarage: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Erlangen/Nürnberg - Im Indizienprozess um den Mord an einer jungen Frau in einer Erlanger Tiefgarage vor gut zehn Jahren hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert.

Nach Ansicht der Anklagebehörde wiegt die Schuld des 45-Jährigen so schwer, dass er selbst bei guter Führung mindestens 15 Jahre im Gefängnis bleiben müsse.

Der Familienvater habe nicht nur aus niedrigen Beweggründen gehandelt, sondern habe damit auch noch eine andere Straftat verdecken wollen. Beides seien typische Merkmal eines Mordes, argumentierte Staatsanwalt Wolfgang Gründler in seinem Plädoyer.

Für den Staatsanwalt gibt es keinen Zweifel, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt am Tatort - der Erlanger Tiefgarage - war. Außerdem habe er kein Alibi beziehungsweise habe dieses mehrfach gewechselt. Zudem besitze der mutmaßliche Täter als einziger ein Motiv: Der Mann hatte bereits zugegeben, seine damals 13 Jahre alte Tochter missbraucht zu haben. Aus Angst, das Mädchen könne sich seiner Patin offenbaren, soll er diese erstochen haben.

dpa

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