Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

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Frau verbrannt? Mordanklage gegen Bestatter

Selb/Hof - Weil ein Bestatter im oberfränkischen Selb seine Ehefrau erschlagen und im Wald verbrannt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Hof Anklage wegen Mordes erhoben.

Der 48-Jährige hatte das grausige Verbrechen bereits kurz nach seiner Festnahme gestanden. Zu seinem Motiv habe der Angeklagte aber widersprüchliche Angaben gemacht, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Schmitt am Mittwoch. Die Hintergründe seien nach wie vor unklar.

Der Bestatter soll nach der Tat am 31. Oktober 2009 die Leiche seiner 50 Jahre alten Frau mit einem Auto in einen nahen Wald gefahren und den Wagen angezündet haben. Danach hatte er seine Ehefrau als vermisst gemeldet. Unterdessen fand ein Spaziergänger den ausgebrannten Geländewagen mit den Überresten des Opfers und rief die Polizei. Schnell verdächtigten die Beamten den Ehemann. Schließlich gestand der Bestatter das Verbrechen.

Er wurde wegen Totschlags festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Hof geht mittlerweile davon aus, dass der Mann heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt hat - das sind Mordmerkmale. Das Schwurgericht Hof muss nun prüfen, ob es die Anklage zulässt und dann Prozesstermine festlegen.

dpa

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