Mordanklage gegen vierfachen Vater

Schweinfurth/Burkardroth - Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt will Mordanklage gegen einen 36-Jährigen erheben. Der Vater von vier Kindern hatte gestanden, seine Frau mit  einem Stich in den Hals getötet zu haben.

Für den Mord an einer vierfachen Mutter aus dem unterfränkischen Burkardroth will die Staatsanwaltschaft Schweinfurt den tatverdächtigen Ehemann ins Gefängnis bringen. Der 36-Jährige hatte die Tat kurz nach seiner Festnahme gestanden, sich seither aber nicht mehr zu dem Mordvorwurf geäußert.

Die schlafende Frau war an Silvester 2009 durch einen Stich in den Hals gestorben. Als Tatwaffe wurde nach Angaben der Anklage vom Dienstag ein Messer oder ein ähnlicher Gegenstand benutzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 36-Jährige die Trennung von seiner gleichaltrigen Frau nicht akzeptieren konnte und sie deshalb umgebracht hat.

Der aus Brandenburg stammende Kfz-Mechaniker war nach der Attacke mit seinem Wagen geflüchtet und mehrere Stunden später in Hessen verunglückt. Danach schwebte der Familienvater in Lebensgefahr. Im Auto des Mannes hatten Polizisten ein Messer gefunden - ob es die Tatwaffe ist, wurde nicht bekannt.  Nach dem wohl selbst verschuldeten Unfall auf der Autobahn 5 im Hochtaunuskreis fanden Polizisten die Ehefrau leblos im Schlafzimmer ihrer Wohnung in der Gemeinde am Südrand der Rhön. Der 36-Jährige sitzt seither in Untersuchungshaft.

Die vier minderjährigen Kinder des Paares hatten von der Bluttat nichts mitbekommen. Sie schliefen in anderen Räumen der Wohnung. Die Familie lebt seit 2001 im Raum Bad Kissingen. Die Staatsanwaltschaft will in dem Prozess neben Polizisten weitere 25 Zeugen aus dem Umfeld des Tatverdächtigen sowie zwei Sachverständige anhören. Das Landgericht Schweinfurt muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und dann gegebenenfalls Verhandlungstermine ansetzen. Sollte der 36-Jährige wegen Mordes verurteilt werden, könnte das eine lebenslange Freiheitsstrafe bedeuten.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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