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Ein Großaufgebot von Einsatzkräften fand sich nach der Tat am Rosenheimer Salinplatz ein.

26-Jährige wird zweimal angeschossen

Mordanschlag in Rosenheim: Warum drehte der Täter durch? 

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Noch immer rätseln die Bewohner Rosenheims sowie die zuständigen Beamten, was den Täter bei seinem Mordanschlag auf die 26-jährige Mutter getrieben hat? Immerhin geben neue Details mittlerweile mehr Aufschluss über den tragischen Vorfall.  

Rosenheim - Zwei Schüsse auf eine junge Frau an einem Freitagabend, mitten in Rosenheim – sie lassen die Region rätselnd und fassungslos zurück. Die 26-Jährige war von dem deutlich älteren Mann (59) mit einer Schusswaffe am Salinplatz attackiert worden, zweimal wurde sie von Kugeln in den Oberkörper getroffen. Das Opfer, das zunächst in Lebensgefahr schwebte, war in Begleitung seines achtjährigen Sohnes gewesen, der alles mit ansehen musste!

Doch was steckt hinter der Wahnsinnstat? Oberstaatsanwalt Jürgen Branz aus Rosenheim, der in dem Fall ermittelt, weiß noch nicht genau, was den Schüssen vorausging. Das Opfer wohnt in Rosenheim, der mutmaßliche Schütze, Ludwig H. (Name geändert), im Landkreis Rosenheim.

Täter beugte sich über Opfer und schoss ein zweites Mal

Sicher ist, dass es sich um eine Beziehungstat handelt. Die beiden würden sich kennen. Oberstaatsanwalt Branz berichtet davon, „dass ein Verhältnis des Schützen zu der Mutter des Opfers bestand“. Die angeschossene Frau könnte die Stieftochter des Täters sein. Deren Mutter, die wohl aus der Dominikanischen Republik stammt, und Ludwig H. waren früher in einer Partnerschaft.

Exakte Erkenntnisse dazu liegen offenbar noch nicht vor. Es war eine Beziehung, die unter massiven Problemen litt und die oft mit Auseinandersetzungen belastet war. Ein Streit, der laut Staatsanwaltschaft „lange Jahre“ schwelte – und am Freitag vergangener Woche auf offener Straße eskalierte!

Polizisten begutachten den Tatort am Rosenheimer Salinplatz.

Ein Zeuge erinnerte sich später so an die Situation: „Ich haben einen Schuss gehört und bin hinaus auf den Platz gelaufen.“ Der Zeuge, Harald Bendner, der in der Nähe ein Modegeschäft betreibt, sah sogar noch, wie sich ein Mann über die verletzte Frau beugte, „und ein zweites Mal schoss“.

Täter: „Es ist nur eine Schreckschusspistole“

Zeuge Bendner hatte während des schrecklichen Ereignisses mitbekommen, wie der Mann laufend stammelte, „dass ihm die Frau und das Kind vor zehn Jahren das Leben kaputtgemacht hätten“. Das würde zum bisher bekannten Verlauf der Beziehung zwischen dem Täter und seiner früheren Lebensgefährtin passen.

Ludwig H. sitzt in U-Haft wegen versuchten Mordes. Sein Opfer ist nach Kenntnis von Oberstaatsanwalt Branz außer Lebensgefahr. Der Schütze, das hat Zeuge Bendner am Tatort gehört, soll immer wieder gesagt haben: „Es ist nur eine Schreckschusspistole, nur eine Schreckschusspistole.“ Wohl eine falsche Aussage – denn offensichtlich war die Waffe scharf.

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