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Fall Peggy: Ermittler haben noch immer keine heiße Spur. 

Soko „Altfälle“

Mordfall Peggy bringt Ermittler auf 26 Jahre alte Spur

Wird der Mordfall Peggy jemals aufgeklärt? Vor über einem Jahr kam Bewegung in den alten Fall. Ein Pilzsammler hatte sterbliche Überreste des vermissten Mädchens gefunden. 

Bayreuth/Weimar – Auch mehr als eineinhalb Jahre nach dem Fund der Leiche des Mädchens Peggy haben die Ermittler noch keine heiße Spur. „Bei uns gibt es nichts Neues“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel in Bayreuth.

Allerdings hat die im Zusammenhang mit dem Fall Peggy in Thüringen eingerichtete Soko „Altfälle“ jetzt einen 26 Jahre zurückliegenden Mädchenmord geklärt: Die zehnjährige Stephanie aus Weimar war 1991 tot unter einer Autobahnbrücke entdeckt worden. Nun ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Er soll die Schülerin misshandelt und getötet haben.

Die Polizei in Thüringen hatte die Soko installiert, nachdem am Fundort von Peggys Leiche in einem Waldgebiet an der bayerisch-thüringischen Grenze eine DNA-Spur des Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt entdeckt worden war. Später stellte sich zwar heraus, dass es sich dabei um eine Verunreinigung bei der Spurensicherung gehandelt hatte. Die Soko setzte ihre Arbeit zu drei ungeklärten Kindermorden in Thüringen aber unabhängig davon fort.

In einem Wald in Thüringen wurden Skelettteile der vermissten Peggy entdeckt.

Peggy wird seit Mai 2001 vermisst

Im Fall Peggy ermittelt die Polizei offiziell gegen unbekannt. Im Mai 2001 war die neun Jahre alte Schülerin im oberfränkischen Lichtenberg spurlos verschwunden. Erst am 2. Juli 2016 entdeckte ein Pilzsammler zufällig ihre sterblichen Überreste. Nach dem Fund wurde die Soko damals vergrößert, wie Merkur.de berichtete. Der Fall gilt als einer der spektakulärsten ungeklärten Kriminalfälle Deutschlands.

Erschütternde Zahlen 

Jeden Tag verschwinden in Deutschland mehr als 200 Kinder und Jugendliche spurlos. Allein in Bayern wurden 2016 620 Kinder vermisst.

 dpa

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