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Die Angeklagte hat vor Gericht demonstriert, wie sie ihren Mann umgebracht hat.

Zersägte Leiche: Lebenslänglich wegen Mordes gefordert

Augsburg - Im Prozess um die zersägte Leiche eines Polizeibeamten hat die Staatsanwaltschaft für die angeklagte Ehefrau lebenslange Haft wegen Mordes gefordert.

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Angeklagte voll schuldfähig

Grippemittel in zersägter Leiche gefunden

Die Anklage stützte sich vor dem Landgericht Augsburg auf ein Gutachten eines Rechtsmediziners, wonach die Schilderung der Tat durch die Angeklagte unglaubhaft sei. Danach will die Beschuldigte ihren 46-jährigen Mann im Januar nach einem Streit mit einem fast zweieinhalb Kilogramm schweren Metallrohr frontal am Kopf getroffen und mit weiteren Schlägen getötet haben.

Die Staatsanwaltschaft vertrat dagegen die Auffassung, die Angeklagte habe ihren Mann heimtückisch im Schlaf erschlagen, das hätten die Gutachten erbracht. Sie beantragte die besondere Schwere der Schuld wegen der “Brutalität und Kaltblütigkeit“ festzustellen. “Die Angeklagte lügt ständig“, sagte der Staatsanwalt. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Totschlag und machte für die Angeklagte verminderte Schuldfähigkeit geltend. Ein psychiatrischer Gutachter hatte der Angeklagten volle Schuldfähigkeit zugebilligt. Ein Urteil soll am 15. Dezember verkündet werden.

Die angeklagte 34-jährige zweifache Mutter hatte zum Prozessbeginn gestanden, ihren Mann in den Morgenstunden erschlagen zu haben. Ihre beiden Kinder, die zur Tatzeit eineinhalb und vier Jahre alt waren, sollen davon nichts mitbekommen haben. Die Zeit vor der Tat, in der es neben finanziellen Schwierigkeiten auch immer wieder Gewalt, Alkohol und Sex gegen ihren Willen gegeben haben soll, hatte die Angeklagte als wahres Ehe-Martyrium beschrieben.

Nach der Tat hatte sie ihr Opfer in den Keller geschleppt und zum leichteren Transport dem Getöteten beide Beine abgesägt. Danach hatte sie den Torso der Leiche unweit vom Wohnort in einem Feld abgelegt und die in eine Plastiktüte gepackten Beine zunächst im Auto vergessen und später abgelegt. Ihren Mann hatte sie als vermisst gemeldet und damit eine große Polizei-Suchaktion ausgelöst, die zunächst erfolglos verlaufen war. Schließlich hatten Spaziergänger die Leiche gefunden.

dpa

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