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Die attraktive Angeklagte vor dem Landgericht Augsburg.

Überdosis Beruhigungsmittel in zersägtem Mann

Augsburg - In dem in Augsburg von der Ehefrau getöteten Mann ist eine Überdosis eines Beruhigungsmittels gefunden worden. Das belegt ein Gutachten im Augsburger Mordprozess.

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Dies lege die Annahme nahe, die Angeklagte habe möglicherweise vor der Tat ihren Ehemann ruhiggestellt, sagte die Nebenklägerin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Wirkstoff könne von einem Grippemittel stammen. Unklar sei, wie das Mittel in das Opfer kam.

Nach einem kriminaltechnischen Gutachten müssen die meisten Schläge gegen das Opfer auf dem Sofa im Wohnzimmer erfolgt sein. Dies habe die Auswertung der gefundenen Blutspuren ergeben, hieß es. Nach den schweren Schädelverletzungen sei nicht auszuschließen, dass der erste Schlag mit einem Metallrohr das Opfer im Stehen getroffen habe. Die Wucht der Schläge war so groß, dass dem Mann laut Obduktionsbefund der Schädel völlig zertrümmert und die Halswirbelsäule gebrochen wurde.

Eine Zeugin sagte am Freitag vor Gericht, der Getötete sei niemals gewalttätig gewesen, habe aber ein Alkoholproblem gehabt. Sie als “Seelenverwandte“ sei seine engste Vertraute ohne intimen Kontakt gewesen. Noch in der Tatnacht hatte sie ihrem Freund eine SMS “Gute Nacht Süßer“ geschrieben. Sie sei gleichzeitig auch die Freundin der Frau des Mannes gewesen und habe von ihr über immer wiederkehrende Streitigkeiten in der Ehe erfahren. Der 46-Jährige soll seine Frau beschimpft und beleidigt haben, von Handgreiflichkeiten oder Vergewaltigungen in der Ehe habe sie aber niemals gehört. Die Angeklagte hatte Gewalt, Alkohol und Sex gegen ihren Willen als Gründe genannt, warum sie sich vor der Tat von ihrem Mann hatte trennen wollen.

Der Prozess wird fortgesetzt. Ein Urteil soll am 4. Dezember verkündet werden.

dpa

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