Mordprozess gegen Mutter: Baby mit Handtuch erstickt

Augsburg - Eine Mutter hat am Dienstag zu Beginn des Prozesses um die Ermordung ihrer kleinen Tochter vor dem Augsburger Landgericht ihr Geständnis wiederholt.

Über ihre Anwältin ließ sie eine Erklärung verlesen. Sie bereue die Tat zutiefst, hieß es darin. Es tue ihr unendlich leid. Ihr Kind sei ihr Ein und Alles gewesen. Sie sei jedoch damals völlig am Ende gewesen und habe nur noch an den Tod gedacht.

Die 34-jährige Frau aus Dillingen hatte dem vierjährigen Mädchen laut Anklage im Juli 2009 erst ein Kissen auf das Gesicht gedrückt und das Kind dann mit einem nassen Handtuch erstickt. Die Angeklagte sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Ihr droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Die Frau erklärte zum Prozessauftakt allerdings, sie wolle ihr Geständnis bei der Festnahme nach der Tat in einzelnen Punkten korrigieren. Es stimme nicht, dass sie das Kind habe aus dem Weg schaffen wollen, um die Beziehung zu ihrem Geliebten zu ermöglichen.

Um diese Details zu klären, wird das Gericht voraussichtlich weitere Prozesstage ansetzen. Unter anderen könnten dann die Polizeibeamten als Zeugen gehört werden, die nach der Festnahme die Vernehmung der Frau führten. Das Urteil könnte dann nicht wie ursprünglich geplant noch diese Woche gesprochen werden. Bisher waren lediglich zwei Verhandlungstage angesetzt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Einfamilienhaus steht in Flammen - Feuerwehr muss sehr schnell handeln
Ein Feuer breitet sich im Obergeschoss eines Einfamilienhauses in Kager bei Altötting rasend schnell aus. Für die Feuerwehr keine leichte Aufgabe. Doch es gibt auch eine …
Einfamilienhaus steht in Flammen - Feuerwehr muss sehr schnell handeln
Lkw-Fahrer schläft an Passauer Rastplatz ein - als er aufwacht, ist sein Tank leer
Ein Lkw-Fahrer machte in der Nacht auf Samstag sein wohlverdientes Nickerchen im Führerhaus seines Lasters. Als er aufwachte, staunte er nicht schlecht - und rief die …
Lkw-Fahrer schläft an Passauer Rastplatz ein - als er aufwacht, ist sein Tank leer
Unbekannter outet sich: Er übernahm Rechnung in Straubinger Lokal - aus reiner Nächstenliebe
Es war die Geste eines Unbekannten, die weit über Straubing hinaus für Respekt sorgte. Auf Facebook wurde sie von Tausenden geteilt. Jetzt hat sich der Wohltäter geoutet.
Unbekannter outet sich: Er übernahm Rechnung in Straubinger Lokal - aus reiner Nächstenliebe
Mann will mit irrwitziger Aktion sein Handy retten - und bringt sich dabei in Lebensgefahr
Bei einer waghalsigen Rettungsaktion für sein Handy hat sich ein Mann in Coburg in große Gefahr gebracht. Er musste gerettet werden. 
Mann will mit irrwitziger Aktion sein Handy retten - und bringt sich dabei in Lebensgefahr

Kommentare