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Der 30-Jährige stach im vergangenen Jahr eine Frau nieder, die zum Christentum konvertierte. Jetzt steht er in Traunstein vor Gericht.

30-Jähriger steht in Traunstein vor Gericht

Mordprozess: Muslim erstach Frau - weil sie zum Christentum konvertierte

Vor einem Supermarkt hatte ein 30-Jähriger im vergangenen Jahr eine zum Christentum konvertierte Frau niedergestochen. Jetzt steht er vor Gericht.

Traunstein - Ein 30 Jahre alter Muslim muss sich seit Dienstag im oberbayerischen Traunstein vor Gericht verantworten, weil er eine zum Christentum übergetretene Muslima erstochen hat. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor. Er soll die 38-Jährige getötet haben, weil sie ihn aufgefordert hatte, ebenfalls zu konvertieren. Täter und Opfer stammen aus Afghanistan. Vor dem Schwurgericht sagte der Angeklagte aus, sich an die Tat im vergangenen April nicht erinnern zu können.

Frau habe Angeklagten um den Verstand gebracht

Dem Sachverständigen gegenüber hatte er im Vorfeld des Prozesses aber den tödlichen Angriff zugegeben und gesagt, sich danach „leichter“ und „glücklicher“ gefühlt zu haben. Die Frau habe ihn mit ihrer wiederholten Aufforderung, den Glauben zu wechseln, um den Verstand gebracht, trug der Gutachter die damaligen Aussagen des Angeklagten vor. Der Vortrag des Gutachters sei richtig, bestätigte der 30-Jährige, obwohl er zuvor keine Erinnerung an die Tat gehabt haben wollte.

Angreifer stach Frau vor Supermarkt nieder

Der Mann hatte die Frau Ende April 2017 vor den Augen zweier ihrer vier Söhne an einem Supermarkt in Prien am Chiemsee (Landkreis Rosenheim) niedergestochen. Sie erlitt 16 Stiche und Schnittverletzungen und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Angreifer konnte von einem zufällig anwesenden Polizisten und mehreren Passanten überwältigt werden. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde die 38-Jährige auf dem Priener Friedhof beerdigt.

An dem Prozess nehmen die beiden älteren Söhne der Frau sowie ihre Schwester und ihr Bruder als Nebenkläger teil. Zunächst sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

dpa/lby

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