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Der Angeklagte vor Gericht.

Mordprozess in Traunstein

„Wie im Horrorfilm“ - Zeugen berichten von der Bluttat vor dem Supermarkt

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Eine 38-Jährige wurde vor den Augen ihrer Kinder brutal niedergestochen. Im Mordprozess haben nun Zeugen von der Tat berichtet. Ihre Aussagen sind erschütternd. 

Traunstein - Seit Dienstag muss sich ein 30-jähriger Afghane vor dem Landgericht Traunstein wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen verantworten. Vor dem Schwurgericht beteuert der Angeklagte, sich an die Tat im vergangenen April nicht erinnern zu können.

Am ersten Verhandlungstag kamen ein Gutachter und mehrere Zeugen zu Wort. 

Brutale Attacke vor dem Supermarkt

Der Angeklagte hatte eine 38-jährige Farimah S. Ende April 2017 vor den Augen zweier ihrer vier Söhne an einem Supermarkt in Prien am Chiemsee (Landkreis Rosenheim) niedergestochen. Die Frau erlitt 16 Stiche und Schnittverletzungen und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

So haben Zeugen die Bluttat vor dem Supermarkt erlebt

Mehrere Zeugen haben die brutale Attacke vor dem Supermarkt beobachtet. Mit einem Bauzaun haben Passanten versucht, den Angeklagten von seiner Tat abzuhalten. Einem zufällig anwesenden Polizeibeamten aus Rosenheim gelang es, den Angreifer mit einem Faustschlag außer Gefecht zu setzen und dann zu überwältigen. Im Gericht schildert der Polizist diese schreckliche Szene im Detail, wie chiemgau24.de* berichtet.

Er sei demnach außerdienstlich im Supermarkt  gewesenund bemerkte, dass es  draußen Turbulenzen gegeben habe. Daraufhin hätte er das Geschäft verlassen und den Angeklagten mit einem Messer stehen gesehen.

Da draußen hat es ausgesehen, wie auf einem Schlachtfeld“, zitiert chimgau24.de* den Zeugen. Er habe den Angeschuldigten dann angeschrien, der habe aber nicht reagiert und sei ruhigen Schrittes wieder auf die Frau zugegangen.

Das war wie in einem Horrorfilm. Ich habe dann mein Telefon auf ihn geschmissen, dass er auf mich aufmerksam wird. Dann weiß ich erst wieder, dass ich ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen und versucht ihn am Hals zu packen. Mit anderen Passanten haben wir ihn schließlich überwältigen können. Ich habe ihn dann mit meinem Gürtel gefesselt.“

An dem Prozess nehmen die beiden älteren Söhne der Frau sowie ihre Schwester und ihr Bruder als Nebenkläger teil. Zunächst sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

Motiv für die schreckliche Tat

Im Gespräch mit einemSachverständigen hatte der angeklagte Afghane vor dem Prozess den tödlichen Angriff gestanden. Die Frau habe ihn seit 2013 mehrfach aufgefordert, zum Christentum überzutreten, weil er dann in Deutschland bleiben könne. 

Vor Gericht erklärte der Angeklagte laut chiemgau24.de* selbst, dass das spätere Opfer eines Tages zu ihm gekommen sei und gesagt habe: „Du sollst konvertieren“. Sie habe ihm das mehrfach gesagt. Geantwortet habe er ihr dann, sie solle ihn in Ruhe lassen, er habe keine Probleme mit seiner Religion. Das habe ihn schließlich so belastet, dass er auch während der Arbeit unter Stress stand.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde die 38-Jährige auf dem Priener Friedhof beerdigt.

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

ml

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