Mordversuch: 49-Jähriger vor Gericht

Berching/Nürnberg - Wegen versuchten Mordes muss sich von diesem Dienstag an ein 49 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Dem Opfer stand er sehr nahe.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Nürnberger vor, im August 2009 seine Ehefrau zunächst brutal gewürgt zu haben. Danach soll er versucht haben, sie mit einem Klappmesser zu töten.

Allein der Widerstand der Frau und das Eingreifen ihrer Tochter und deren Bekannten hätten verhindert, dass das Opfer ermordet wurde, betonen die Ermittler. Der Prozess ist zunächst auf drei Tage angesetzt; das Urteil wird am 1. Oktober erwartet.

Auslöser für die Tat war nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft die Trennung der Frau von dem 49-Jährigen. Nachdem sie im Juni 2009 den Scheidungsantrag eingereicht hatte, habe sie Ende August mit dem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung in Berching (Landkreis Neumarkt) ernst gemacht.

Nachdem der 49-Jährige nach längerer Diskussion keine Chance mehr sah, seine Frau von ihren Trennungsplänen abzubringen, habe er beschlossen, sie zu töten. Mit den Worten "dieses Haus wirst Du nicht lebend verlassen" habe er sich im Keller des Anwesens auf sein argloses Opfer gestürzt, es zunächst am Hals gewürgt, später mehrfach den Kopf der Frau auf den Fliesenboden geschlagen und ihr schließlich ein Klappmesser an den Hals gehalten.

Der Frau sei es jedoch gelungen, den Arm des Angreifers wegzudrücken, so dass er nicht habe zustechen können. Erst als ihre Tochter und deren Freund eintrafen und dem Mann das Messer entrissen, konnte sich die Bedrohte aus der Umklammerung befreien. Der flüchtende 49-Jährige wurde später in Mühlhausen (Landkreis Neumarkt) festgenommen.

dpa

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