18 Mal stach er auf seine Frau ein

Mordversuch an Bushaltestelle - zwölf Jahre Haft für Ehemann

Schweinfurt - Jahrelang misshandelte ein 58-Jähriger seine Ehefrau. Als sie ihn aus der Wohnung warf, lauerte ihr an einer Bushaltestelle auf und stach 18 Mal auf sie ein.

Für einen Mordversuch mit 18 Messerstichen an seiner von ihm getrennt lebenden Frau muss ein Mann für 12 Jahre ins Gefängnis. Die Attacke sei ein „außergewöhnliches Aggressionsdelikt“ gewesen, urteilte das Landgericht Schweinfurt am Freitag und sprach den Mann wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Der 58-Jährige habe sein Opfer von hinten und damit heimtückisch an einer Bushaltestelle in Schweinfurt mit dem Messer angegriffen und insgesamt 18 Mal auf sie eingestochen. Selbst als die Frau am Boden lag, stach der Mann weiter zu. Sie wurde lebensgefährlich verletzt.

Zuvor soll er sie jahrelang misshandelt und geschlagen haben. Mehrfach ging die Frau zu ihrem Schutz ins Frauenhaus, kehrte jedoch zurück, weil er Morddrohungen gegen ihre Familie ausgesprochen hatte. Schließlich warf sie ihn aus der Wohnung, zeigte ihn an und erwirkte ein Kontaktverbot. Wenige Wochen später, im Sommer 2016, griff der 58-Jährige sie an der Bushaltestelle an. Zuvor hatte er versucht, sie zur Rückkehr zu überreden. Als sie sich weigerte, stach er zu. Anschließend flüchtete er. Passanten stellten ihn und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Der Strafkammer zufolge waren die verletzte Ehre wegen Rauswurfes und Eifersucht die Motive für die Tat. „Er handelte in der Absicht, seine Frau zu töten“, sagte der Vorsitzende Richter. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.


dpa

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