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Selbst in der belebten Fußgängerzone mitten in München gibt es Orte, die kaum jemand kennt.

München – fernab von den Besuchermassen

Hofbräuhaus, Frauenkirche, Viktualienmarkt – Münchens Sehenswürdigkeiten locken Millionen Besucher in die Stadt. Wer das originale München kennenlernen will, findet es aber abseits der Touristen-Attraktionen. Orte wie das Augustiner oder der Elisabethplatz sind sogar für Einheimische ein Geheimtipp.

Das Jahr 2011 war für den Tourismus in München ein Rekordjahr. Die bayerische Landeshauptstadt zog insgesamt rund 107 Millionen Besucher aus dem In- und Ausland an. Damit ist die Gesamtzahl der Übernachtungen mit 11,7 Millionen um 5,9 Prozent gestiegen. Das ist das beste Ergebnis seit Beginn der Zählung im Jahr 1912.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehören das Hofbräuhaus, die Frauenkirche und der Viktualienmarkt. Wer in München wohnt, geht den Menschenmassen aber lieber aus dem Weg. Es gibt genug reizvolle Alternativen zu den bekannten Plätzen der Stadt:

Augustiner statt Hofbräuhaus

Das Hofbräuhaus am Platzl ist auf der ganzen Welt bekannt. Bayerische Gemütlichkeit fernab von Touristenströmen findet man dagegen im Wirtshaus Zum Augustiner. Zwischen Marienplatz und Karlsplatz liegt die traditionsreiche Gaststätte mitten in der Fußgängerzone. Bereits im Jahr 1328 brauten die Mönche des Augustinerklosters hier ihr eigenes Bier.

Jeder Raum ist einzigartig: Der Muschelsaal mit seiner beeindruckenden Jugendstil-Glaskuppel ist mit Tausenden echter Muscheln verziert. Der mit Fresken ausgemalte, historische Arkaden-Garten ist trotz seiner zentralen Lage der vielleicht unbekannteste Biergarten der Stadt.

St. Michael statt Frauenkirche

Während die Frauenkirche in der Kaufinger Straße als letzte Ruhestätte der Wittelsbacher in jedem Reiseführer beschrieben ist, findet die katholische Kirche St. Michael in Berg am Laim keinerlei Erwähnung. Dabei gehört sie zu den prachtvollsten Sakralbauten der Stadt. Clemens August von Bayern ließ die Kirche zwischen 1735 und 1751 nach den Plänen des bayerischen Baumeisters Johann Michael Fischer errichten. Heute ist St. Michael eines der bekanntesten Bauwerke des süddeutschen Rokoko. Vor allem Johann Baptist Zimmermanns Gewölbefresken gelten als herausragende Kunstwerke.

Elisabethmarkt statt Viktualienmarkt

Der Viktualienmarkt beim Marienplatz ist der belebteste und wahrscheinlich exklusivste Markt in München. Der Elisabethmarkt, benannt nach der österreichischen Kaiserin Sissi, bietet aber ebenfalls eine große Auswahl an Köstlichkeiten. Er liegt im Herzen Schwabings und man findet hier alles, was der Magen begehrt: von Obst und Gemüse über Käse und Fleisch bis hin zu Feinkost und Imbiss-Möglichkeiten. Im Gegensatz zum Viktualienmarkt vermeidet man aber lange Wartezeiten und teure Preise.

Rosengarten statt Englischer Garten

Der Englische Garten ist mit einer Größe von circa 3,7 Quadratkilometern einer der größten innerstädtischen Parkanlagen weltweit. Doch er ist nicht der einzige Park der Stadt. Im rund 4500 Quadratmeter großen Rosengarten wird seit 1955 getestet, welche Rosenarten sich für die innerstädtische Bepflanzung eignen. Ein großes Blütenmeer wartet auf die Besucher. Zudem können Blinde wie Sehende im Tastgarten ihre Sinne schulen.

Shoppen: Hohenzollernstraße statt Fußgängerzone

In der Fußgängerzone zwischen Marienplatz und Stachus reihen sich alle bekannten Marken und Kaufhausketten aneinander. Auf der Suche nach ein bisschen mehr Abwechslung lohnt es sich, durch die Straßen in Schwabing zu schlendern. In den kleinen Boutiquen in der Hohenzollernstraße kann man in Ruhe bummeln und sich von dem abwechslungsreichen Sortiment überraschen lassen.

Nachtleben: Erste Liga statt P1

Nachts trifft sich die Münchner Schickeria in Deutschlands berühmtesten Club – dem P1. Es müssen aber nicht immer die hohen Hacken sein. Wer lieber in Sneakers die Nacht durchtanzt, trifft sich im Club Erste Liga in der Thalkirchner Straße. Vor dem Eingang bildet sich auch hier eine Menschenschlange. Das liegt aber nicht an einer besonders strengen Türpolitik. Es herrscht schlichtweg Platzmangel, weil so viele Menschen in den angesagten Club strömen.

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