Junger Vater schüttelt Baby halbtot - Bewährung

München - Ein Student hat einen drei Monate alten Säugling derart misshandelt, dass der Bub in eine Klinik eingeliefert werden musste. Jetzt ist der junge Vater verurteilt worden.

Ein Student, der sein drei Monate altes schreiendes Baby heftig geschüttelt und in Lebensgefahr gebracht hat, ist vor dem Münchner Landgericht am Mittwoch mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davon gekommen. Der 23 Jahre alte Vater hat nach anfänglichem Schweigen am zweiten Verhandlungstag die Misshandlung eingeräumt und damit den Weg freigemacht für eine Absprache des Strafmaßes zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht.

Mit der Strafaussetzung ist die Anweisung an den Angeklagten verknüpft, den Anordnungen des Familiengerichts über den Umgang mit seinem Sohn zu folgen. Ferner muss er sich einem Antiaggressionstraining unterziehen.

Der Student beaufsichtigte das Baby am 29. Juli 2011, während die Mutter bei der Arbeit war. Stundenlanges Weinen des Säuglings brachte den jungen Vater dazu, sein Kind durch heftiges Schütteln zum Schweigen zu bringen.Er rief danach, entsetzt über sich selbst, den Hausarzt an, der Kleine kam sofort ins Kinderkrankenhaus. Der Bub erlitt bei dem Übergriff Hirnblutungen, hat sich aber nach der Behandlung den Ärzten zufolge normal entwickelt. Bleibende Schäden seien nicht erkennbar.

dpa

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