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Oha! Auf München und Oberbayern kommt eine heftige Gewitterfront zu.

Starkregen, Hagel, Orkanböen - und Tornados?

Unwetter über Bayern: Wie schlimm es wo wird

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München – Der Super-Sommer verabschiedet sich krachend. Am letzten Tag der Hitze-Welle beschert uns der Dienstag noch heftige Gewitter mit Hagel und Böen. Was erwartet Ihre Region?

Servus Super-Sommer! Die Hitze-Phase über Bayern und ganz Deutschland verabschiedet sich in der Nacht zu Mittwoch endgültig. Nachdem bereits der Montag leichte Abkühlung gebracht hatte, stieg das Thermometer am Dienstag aber noch einmal gefühlt auf bis zu 38 Grad – speziell im Süden des Freistaates. Dabei herrschte auch hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr.

In Nürnberg wurden am Nachmittag nach Angaben des Meteorologen 36,5 Grad gemessen. In Ingolstadt waren es 36,0 Grad, in München 35,5 Grad. Stolze 14,8 Grad wurden auf der 2962 Meter hohen Zugspitze gemessen.

Der Umschwung mit dem Temperatur-Absturz um mehr als zehn Grad aufgrund einer Kaltfront von Westen bringt allerdings Gewitter mit sich. Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst warnte für Dienstag vor erhöhter Unwettergefahr am Nachmittag und in den Abendstunden.

Orkanböen von bis zu 120 km/h

„In den Abendstunden und der Nacht zieht dann eine organisierte Gewitterfront von Baden-Württemberg aus über ganz Bayern hinweg“, erklärt Manitta. Zwischen 18 und 3 Uhr prasseln zunächst Hagelkörner von bis zu fünf Zentimetern Größe nieder, später sind Sturm- und punktuell auch Orkanböen bis zu 120 km/h zu befürchten. In Alpennähe kann es auch in den ersten Nachtstunden schon sehr stürmisch werden.

Insgesamt erwischt es das bayerische Bergland deutlich heftiger als etwa die Stadt München und das direkte Umland. In der zweiten Nachthälfte beruhigt sich das Wetter wieder. An den Alpen drohen jedoch auch am Mittwoch zunächst noch örtliche Gewitter mit Starkregen. Um die 15 Liter pro Quadratmeter können dann aus dem Himmel fallen. Am östlichen Alpenrand hält sich der teils kräftige Regen noch etwas länger.

Beschädigte Häuser in Rheinland-Pfalz - war das ein Tornado? 

In Framersheim in Rheinland-Pfalz wurden mehrere Häuser beschädigt. Die Polizei sprach von einer Windhose, also einem Tornado, was ein DWD-Sprecher in Offenbach aber nicht bestätigen wollte. In Baden-Württemberg wurde die Autobahn 5 bei Heidelberg wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt. In Niedersachsen kam es im Raum Göttingen zu Verkehrsbehinderungen. Auf der A7 in Südniedersachsen gab es mehrere Unfälle.

Die teils schweren Gewitter sollten sich am Abend nach Osten und Süden ausbreiten. „Dabei muss mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden“, warnte der DWD. „Selbst ein vereinzelter Tornado kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür nicht sehr hoch ist.“

In Framersheim vermutete der DWD-Experte allerdings eine Fallböe, also eine ziemlich starke Gewitterböe. „Ein Haus ist eingestürzt“, sagte ein Polizeisprecher. Bei mehreren anderen Häusern seien die Dächer abgedeckt worden. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

Die Wettervorhersage für Ihre Region

mgi

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