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Zdenka und Franz Fürst gestalten Osterkerzen nach Maß.

Zdenka Fürst gestaltet Wachs nach Maß

Osterkerze für den Dom

München - Erst ist alles dunkel. Dann wird eine einzelne Kerze entzündet und in die Kirche getragen. Kurz darauf erhellt sie den ganzen Raum. Es ist Ostern.

Dieser Moment ist für Zdenka Fürst etwas ganz Besonderes: „Wenn ich daran denke, dass ich diese Kerze gestaltet habe, ist das ein schönes Gefühl.“

Früher hat sie in der Gastronomie gearbeitet. Doch dann lernte sie ihren Mann Franz kennen. Der entstammt einer Familie, die seit fünf Generationen das Handwerk des Kerzenziehens betreibt. Das faszinierte Zdenka Fürst so sehr, dass sie den Beruf wechselte und selbst erlernte, wie man Kerzen gestaltet. Das Familienunternehmen Fürst hält sich an die Tradition des Handwerks: Die Kerzen werden nicht gepresst, sondern immer wieder durch ein Wachsbad gezogen. So entsteht die Kerze, Schicht für Schicht. „Wachs ist einfach ein tolles und vielseitiges Material“, findet Zdenka Fürst.

Hier finden Sie ein Video vom Kerzenziehen

Die 41-jährige ist heute so etwas wie die künstlerische Leiterin im Familienunternehmen. Sie gestaltet die Kerzen, während ihr Mann sich um das Geschäft kümmert. Die Spezialität der Fürsts ist es, Kerzen genau nach den Wünschen ihrer Kunden zu gestalten. Zu ihnen gehören viele Pfarrgemeinden in der Region, der Münchner Dom und sogar Stammkunden aus Übersee. Zu Ostern entscheiden sich viele für das klassische Motiv: das Kreuz mit Nägeln, Jahreszahl und die Buchstaben Alpha und Omega. Manche kommen aber auch mit einem bestimmten Bild im Kopf zu Zdenka Fürst. Diese Herausforderung mag sie besonders: „Eine solche Idee in Wachs umzuarbeiten und dann das Glänzen in den Augen der Menschen zu sehen, wenn es ihnen gefällt, das begeistert mich.“

Simon Plentinger

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