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Florian Bieberbach, Chef der Stadtwerke München. 

Konzept gegen Wohnungsnot

Für Wohnungsbau: Stadtwerke wollen Parkplätze zur Verfügung stellen

München - Parkplätze vor den Frei- und Hallenbädern kämen für "aufgeständerten Wohnungsbau" in Betracht, betonen die Stadtwerke. Damit unterstützen sie OB Reiter in seinem Bemühen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. 

Ganz neu ist die Idee nicht – aber jetzt wird es konkret. Schon vor Monaten erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter, SPD, Parkflächen für die dringend benötigten bezahlbaren Wohnungen zu überbauen. Nun kommt Schwung in die Angelegenheit: 

Wie berichtet, soll auf Initiative der SPD ein Pilotprojekt verwirklicht werden: Schon bis Jahresende soll ein Parkplatz am Dantebad überbaut sein. Ein sehr ambitionierter Zeitplan. Doch auch wenn er umgesetzt ist, bleibt die Frage, wie viele Flächen in der Stadt für solche Projekte gewonnen werden können. Von den großen Supermarkt-Ketten, auf die Reiter ursprünglich gesetzt hatte, ist zumindest bislang nicht viel zu hören. 

Stadtwerke unterstützen Reiter erneut

Doch jetzt springt Stadtwerke-Chef Florian Bieberbach (Foto) Reiter zur Seite. „Die Stadtwerke begrüßen es, Parkplatzflächen für aufgeständerten Wohnungsbau zu nutzen“, heißt es in einer Mitteilung, die die Stadtwerke am Freitag versandten. Ausdrücklich wird betont, dass dafür die Parkplätze vor den Frei- und Hallenbädern in Betracht kämen. „Diese sind fast ausschließlich im Eigentum der Landeshauptstadt München.“ 

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stadtwerke Reiter bei seinem steten Bemühen, mehr bezahlbaren Wohnraum in München zu schaffen, unterstützen. Schon als Wirtschaftsreferent hatte der heutige Oberbürgermeister immer wieder dafür geworben, das alte Prinzip der Werkswohnungen wieder aufleben zu lassen. Das Interesse der freien Wirtschaft blieb zwar stets begrenzt, doch die Stadwerke begannen wieder, Werkswohnungen für ihre Mitarbeiter zu bauen. Bis zum Jahr 2022 sollen 500 neue Stadtwerke-Wohnungen dazukommen.

fm

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