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Josef Scheungraber soll erkrankt sein.

Münchner Kriegsverbrecherprozess stockt

München - Der Münchner Kriegsverbrecherprozess gegen Josef Scheungraber stockt. Das Schwurgericht setzte laut Mitteilung die für Mittwoch geplante Verhandlung kurzfristig wegen einer Erkrankung des Angeklagten ab.

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Scheungraber: Lebenslange Haft für Kriegsverbrecher gefordert

Der 90 Jahre alte Angeklagte soll am Vortag mit schlaganfallähnlichen Symptomen in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Ihm wird Mord in 14 Fällen vorgeworfen. Das Verfahren soll am 3. Juli fortgesetzt werden. Dann will die Verteidigung ihre ursprünglich für Mittwoch vorgesehenen Plädoyers halten.

Der damalige Kompaniechef des Gebirgspionierbataillons 818 hat laut Anklage im Juni 1944 in der Toskana einen Vergeltungsschlag für den Tod von zwei Soldaten in einem Partisanenhinterhalt befohlen. Dabei wurden vier Angehörige der Zivilbevölkerung erschossen und elf Menschen in einem Haus in die Luft gesprengt, von ihnen überlebte nur einer.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert, auch die Anwältin von Hinterbliebenen der Opfer plädierte auf einen Schuldspruch. Am Mittwoch sollten die drei Verteidiger Scheungrabers das Wort haben.

dpa

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