370.000 Euro Schaden

Ehepaar betrog mit Photovoltaikanlagen

München - Wegen Betrugs mit Photovoltaikanlagen muss sich ein Ehepaar vor dem Münchner Landgericht verantworten. Sie sollen Kunden um insgesamt knapp 370.000 Euro betrogen haben.

In 49 Fällen soll das Ehepaar Kunden um insgesamt knapp 370 000 Euro betrogen haben. Die Staatsanwalt warf den beiden Geschäftsführern vor, Solarmodule in geringerer Anzahl oder schlechterer Qualität eingebaut zu haben, als sie bei den Kunden vorgaben. Seit Dienstag läuft der Prozess vor dem Münchner Landgericht.

Die Eheleute führten im Landkreis München drei Firmen für die Gewinnung von Sonnenenergie. Außendienstmitarbeiter warben Kunden an und untersuchten nach einem erfolgreichen Kontaktgespräch die Verhältnisse bei diesen. Die Geschäftsführer arbeiteten dann anhand der Daten ein Angebot mit Zahl und Art der Solarmodule und die Nennleistung der geplanten Anlage aus.

Gemeinsam sollen sie beschlossen haben, höhere Spitzenleistungen vorzugeben und zu berechnen. Vor Lieferung und Montage mussten die Kunden 95 Prozent des Preises bezahlen. Ein gefeuerter Außendienstmitarbeiter zeigte die beiden schließlich an.

Nach einem Gespräch zwischen den Prozessbeteiligten hat die Strafkammer der 42 Jahre alten Ehefrau im Falle eines Geständnisses eine Bewährungsstrafe von höchstens einem Jahr zugesichert. Ihrem vielfach vorbestraften 62-jährigen Mann wurden eine Haftstrafe nicht über zwei Jahre mit Bewährung sowie eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen in Aussicht gestellt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Staatsanwaltschaft in Chemnitz eine dort im September ausgesprochene einschlägige Verurteilung des Mannes rechtskräftig werden lässt. Die zehnmonatige Bewährungsstrafe würde dann in das Münchner Urteil einbezogen. Bis zur Klärung dieser Frage hat das Gericht die Verhandlung unterbrochen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ehepaar wurde vermutlich auf seinem Anwesen eingemauert - ist der besorgte Sohn der Täter?
Seit einem Monat wurde das Ehepaar aus Schnaittach nicht mehr gesehen. Nach einigen Widersprüchen stehen nun der Sohn und dessen Frau unter Verdacht.
Ehepaar wurde vermutlich auf seinem Anwesen eingemauert - ist der besorgte Sohn der Täter?
Große Lawinengefahr in den Alpen auch am Dienstag
Am Sonntag kam es zu drei gefährlichen Lawinenabgängen. Ein 30-Jähriger erlag infolgedessen seinen Verletzungen. Am Montag herrscht weiter große Lawinengefahr in den …
Große Lawinengefahr in den Alpen auch am Dienstag
Polizei in Mittelfranken warnt vor flüchtigem Psychiatriepatienten
Die Polizei in Mittelfranken hat die Bevölkerung vor einem flüchtigen Psychiatriepatienten gewarnt. Der vermisste 47-Jährige sei wegen einer schweren Straftat verurteilt …
Polizei in Mittelfranken warnt vor flüchtigem Psychiatriepatienten
Wetterchaos in München und Umland: Schnee, Regen, Sturm - und am Mittwoch Frühling
Der deutsche Wetterdienst warnte am Montagmorgen vor überfrierender Nässe und Glatteis in München und den angrenzenden Landkreisen. Das Chaos war perfekt - und geht …
Wetterchaos in München und Umland: Schnee, Regen, Sturm - und am Mittwoch Frühling

Kommentare