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Nach der erfolgreichen Fangaktion übergaben Laura und Bobby die Gelbe Anakonda einer Streife der Rosenheimer Polizei.

Schlange im Siferlinger See gefangen

Münchner retten Anakonda: "Den Herbst hätte sie nicht überlebt"

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Söchtenau/München - Die Anakonda vom Siferlinger See bei Rosenheim ist gefangen. Zwei Münchner retteten die Schlange am Sonntag. Wir trafen die beiden nach ihrer

Sie hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht – die Anakonda vom Siferlinger See bei Rosenheim. Immer wieder wurde die Würgeschlange im Wasser gesichtet, nur zu fassen hatte sie niemand bekommen. Deshalb wurde sogar ein Badeverbot für den beliebten Moorsee verhängt (tz berichtete). Seit Samstag aber hat die Suche nach der Schlange ein Ende: Laura (32) und ihr Mann Bobby Bok (27) haben das Tier am Ufer des Sees gefangen. Inzwischen ist die Anakonda in der Reptilienauffangsstation in München.

Am Samstag waren die Schlangenfänger extra von München zum Siferlinger See gefahren. „Wir hatten davon in der Zeitung gelesen“, erzählt Laura der tz. „Wir wollten einfach schauen, ob wir Glück haben und die Schlange fangen können.“

Ihre Chancen haben die Psychologin und der Biologielehrer anfangs als nicht so groß eingeschätzt. Einmal waren sie schon um den See gepirscht. Ohne Erfolg. Da das Wasser aber nicht mehr allzu warm war, hofften die Schlangenkenner, dass das Reptil sich überwiegend am Ufer in der Sonne räkeln würde.

Als die Münchner schon gar nicht mehr damit gerechnet hatten, entdeckten sie die Schlange dann tatsächlich am sonnigen Ufer im Schilf. „Wir sind dann ins Wasser und langsam zu ihr hingeschwommen“, schildert Laura den Ablauf. Im Wasser stehend packten die Schlangenfänger dann zu. Bobby fixierte mit der bloßen Hand den Kopf, seine Frau Laura das Hinterteil. „Das Reptil war total friedlich.“

In der Auffangstation haben die Tierpfleger der Schlange dann den Namen Ambrosius gegeben. Es handle sich wohl um ein Männchen, sagte Tierärztin Isabel Grefen. Für eine sichere Aussage sei das Tier mit seinen 1,20 Metern aber noch zu klein.

Schlangenexperte Bobby Bok freut sich über seinen Fang.

Laura und Bobby Bok jedenfalls sind überglücklich, dass sie Ambrosius haben fangen können. „Den Herbst hätte die Schlange nicht überlebt.“ Wann immer das Ehepaar Zeit hat, geht es raus in die Natur. „Wir beobachten und fotografieren vor allem heimische Tiere, gerne auch Schlangen“, sagt Laura. Ihr Mann Bobby hat mit Kollegen sogar ein Buch über Schlangen in Großbritannien und Europa geschrieben. Eins steht für die Schlangenfänger jedoch fest: „Der Samstag war ein echtes Highlight!“

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