Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

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Die Gewinner und ihr Star: Die Klasse 4b der Volksschule Velden in Niederbayern und die Resi.

Mundart-Wettbewerb: Eine Laola-Welle für Resi

München - Die Sieger des Wettbewerbs „Earsinn“ stehen fest. Die fünf besten Klassen waren vom Bayerischen Rundfunk eingeladen worden.

Sie haben mit ihren Hörspielen gezeigt, welche Geschichten sich um ihren Dialekt und ihre Heimat spinnen lassen. So manch ein Wort gab Rätsel auf.

Unruhig rutschten die Kinder und Jugendlichen gestern auf ihren Sitzen herum. Der Bayerische Rundfunk hat sie ins Funkhaus nach München eingeladen, weil sie zu den fünf besten Teilnehmerklassen des Dialekt-Wettbewerbs „Earsinn“ gehörten. Über 2000 Schüler der Jahrgangsstufen drei bis sieben aus ganz Bayern hatten ihre Beiträge eingereicht. Aus ihnen wählte die Jury die Klassen aus, die zur Preisverleihung kommen durften.

Hier finden Sie eine Hörprobe

Die Sieger von der Klasse 4b aus dem niederbayerischen Velden hatten den 91-jährigen Star ihres Hörspiels „Res-schpekt“ gleich mitgebracht – die Resi oder „d’Räsi“. Das Thema des Wettbewerbs „Wie klingt’s da, wo du lebst?“ haben die 26 Kinder wörtlich genommen. Sie führten ihre Zuhörer im tiefsten Niederbairisch bei der Resi im örtlichen Kramerladen herum. Die Geschichte: Die Kinder haben ihren „Dafehadern“ (Tafellappen) verlegt und brauchen dringend einen neuen. Auf der Suche danach erklären sie, was es sonst noch so in Resis Laden zu kaufen gibt.

Im Laden „san a Haufa Mausfalln“. „Resi, wer braucht die denn heutzutage noch?“, fragt ein Kind. „Mir ham a Haufa Ratzen dahoam“, wirft ein anderes gleich als Erklärung ein.

„Ist das da eine Gießkanne?“, fragt eine offenbar zugereiste Klassenkameradin ihre Mitschüler. Entsetzen bei den anderen: Das heißt „Spritzkrua“! Und der Zuhörer erhält sogleich den Hinweis, dass die Laura aus Leipzig kommt. Verständnisprobleme gibt es aber trotzdem keine, verraten die Kinder bei der Preisverleihung in München.

Mit Referendarin Teresa Galler haben sie vier Wochen an dem Stück gearbeitet. Eigentlich gab es ein Drehbuch. „Aber als wir bei der Resi waren, haben die Kinder gemacht, was sie wollten“, sagt die Lehrerin. Gerade das hat der Jury besonders gut gefallen: Der Dialekt ist ganz natürlich gesprochen, lobt BR-Juror Gerald Huber. Für die Resi gab es nach der Preisverleihung eine Laola-Welle.

Die beste Klasse aus Oberbayern kommt aus Herrsching im Landkreis Starnberg. Sie hat der Jury mit dem Wort „Opfopf“ ein Rätsel aufgegeben. Die 6d der Realschule präsentierte eine Sendung über eine merkwürdige Entdeckung am Schulwandertag. Im Schilf saß ein grünes Ding mit Schluckauf. Es sagte nur „Opfopf“ und verstand weder Türkisch noch Englisch. Vielleicht ein Außerirdischer? Am Ende die Erkärung: „Opfopf“ meint Oberpfaffenhofen – der kleine Grüne war dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt abhanden gekommen.

Die drei Besten des „Earsinn“-Wettbewerbs gewinnen je einen Radiobeitrag zu einem Wunschthema mit einem Reporter von dem Kinder-Radio „radio Mikro“.

Vor dem offiziellen Teil durften die Kinder die Räume des bayerischen Rundfunks erkunden, ein wenig Radio-Luft schnuppern, an einem Akkustik-Workshop teilnehmen und dem Live-Hörspiel „In 80 Tagen um die Welt“ lauschen. Redner wie Susanne Zimmer, Programmbereichsleiterin von Bayern 1, und Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) betonten in ihren Grußworten, wie wichtig der Dialekt für die Heimatverbundenheit ist.

Kathrin Garbe

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