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Richard Loibl

Museum bayerischer Geschichte: Geheimnis um heiße Kandidaten

München – Im Rennen um das geplante „Museum der Bayerischen Geschichte“ biegen sechs Standorte in die Zielgerade ein. Welche es sind, bleibt unklar – genau wie der finanzielle Rahmen des Projekts.

Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung fallen. Soviel ist sicher. Ansonsten jedoch blieben einige Fragen offen, als Richard Loibl, Direktor des Hauses der bayerischen Geschichte, am Mittwoch im Hochschulausschuss des Landtags den Stand der Planungen präsentierte. 36 Kommunen hat das Haus der Bayerischen Geschichte angeschrieben, 25 haben sich beworben, sechs sind nun in der engeren Auswahl. Doch welche das sind, darüber schwieg Loibl. Gesucht ist: Ein symbolträchtiger Ort in repräsentativer Lage mit guter Verkehrsanbindung. Klare Eigentumsverhältnisse und Nähe zu Museen, Bibliotheken oder Denkmälern sind von Vorteil.

„Manche fielen schon von der Papierform raus“, erklärt Loibl. Besucht habe man anstandshalber trotzdem alle Kandidaten. Bewerber, die die Grundvoraussetzungen erfüllten, wurden auch baufachlich untersucht. „Eine Schweinearbeit“, wie Loibl zu berichten wusste. Ob größere Städte wie Augsburg oder Ingolstadt im Vorteil gegenüber kleineren Bewerbern wie beispielsweise Freising wären, sei so einfach nicht zu sagen. „Es gibt viele Spielmöglichkeiten.“ Große Städte hätten touristisch sicher ihre Reize, kleinere dafür oft eine bessere Energiesituation. Mindestens ein kleiner Kandidat sei noch dabei, „da könnte es gehen“.

Noch mehr als die möglichen Standorte interessierte den Ausschuss die Kostenfrage. Sepp Dürr (Grüne), der ein „Seehofer-Gedächtnis-Museum“ befürchtet, Michael Piazolo (Freie Wähler) und Bernd Kränzle (CSU) drängten Loibl mehrmals, doch wenigstens einen finanziellen Rahmen zu nennen. Dürr sagte, er rechne mit „hunderten von Millionen“. Das Drängen war vergeblich. „Sie bringen einen Beamten mit diesen Fragen in Schwierigkeiten“, stellte sich Ausschussvorsitzender Bernd Sibler (CSU) vor Loibl. Die genauen Kosten hingen schließlich vom Standort ab.

Sebastian Horsch

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