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Die Polizei geht davon aus, dass er der Mörder von Mespelbrunn ist: Alexander Renz.

Frauenmörder von Mespelbrunn schweigt

Mespelbrunn/Aschaffenburg - Der mutmaßliche Frauenmörder von Mespelbrunn hat sich in einer Vernehmung nicht zu dem Mordvorwurf geäußert.

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"Er macht weder zur Person noch zur Sache Angaben", sagte Oberstaatsanwältin Irene Singer am Freitag in Aschaffenburg. Einen Tag, nachdem der 37-Jährige nach Deutschland ausgeliefert worden war, habe ihm die Ermittlungsrichterin am Freitag den offiziellen Haftbefehl eröffnet. Anschließend sei er in ein Gefängnis gebracht worden, wo er nun in Untersuchungshaft sitze. Obwohl sich der mutmaßliche Mörder nicht zu seiner Person äußere, seien sich die Ermittlungsbehörden sicher, den Gesuchten zu haben, sagte Singer. "Die neu abgenommenen Fingerabdrücke decken sich mit den alten. Wir sind uns sicher, dass er es ist."

47 Tage nach seiner Festnahme im französischen Colmar hatten französische Polizisten den Mann am Donnerstag ihren bayerischen Kollegen überstellt. Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, Ende Juli 2008 eine dreifache Mutter nach einem Streit in Mespelbrunn (Landkreis Aschaffenburg) erstochen zu haben. Die 32-jährige Frau hatte seine Liebe nicht erwidert.

Inzwischen sei ein psychiatrischer Sachverständiger mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt worden, erläuterte Singer. Im Kern gehe es darum festzustellen, ob der 37-Jährige überhaupt schuldfähig ist. "Beispielsweise sollen psychische Erkrankungen ausgeschlossen werden", sagte die Staatsanwältin. Bis das Gutachten fertig sei, könne es aber einige Monate dauern.

Nach Angaben der Polizei in Würzburg wurde dem 37-Jährigen neben dem Haftbefehl wegen Mordes ein zweiter Haftbefehl unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung und Geiselnahme eröffnet. Anlass dafür sei ein Überfall auf Verwandte im März 2009 gewesen, von denen der Flüchtige EC-Karten und die dazugehörigen Geheimnummern gefordert hatte.

Nach der Attacke auf die junge Mutter Ende Juli 2008 war der damals 36-Jährige geflohen. Die fast zwölfmonatige Suche nach ihm gestaltete sich schwierig, weil der Mann immer wieder sein Äußeres veränderte: mal tauchte er mit langem Bart, mal mit Kurzhaarschnitt auf. Mehrfach wurde er von Überwachungskameras aufgenommen. Bereits 1993 hatte der Mann eine junge Frau auf die iberische Halbinsel verschleppt. Dort wurde er von der spanischen Polizei festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

dpa

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