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Die Rinder, die den Sommer über auf einer Alm verbracht haben, werden jetzt wieder auf TBC getestet.

Nach Alpsommer: Wieder TBC-Test für Rinder

München/Sonthofen - Nach dem Alpsommer werden von Ende September an Zehntausende Rinder auf Tuberkulose (TBC) getestet.

Dies hat das Gesundheitsministerium angeordnet. „Tiere, die 2013 auf der Alm waren, müssen nach ihrer Rückkehr untersucht werden“, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen. „Es ist wichtig zu sehen, was während der Sömmerung passiert ist.“ Vor allem im Allgäu bedeutet das für viele Betriebe, dass sie ihr Vieh zum zweiten Mal testen lassen müssen.

Die Untersuchungen seien im Interesse des Verbraucherschutzes. „Rinder-TBC ist eine ernstzunehmende Tierseuche“, sagte die Sprecherin. Die auch für Menschen potenziell gefährliche Krankheit könnte von Hirschen übertragen werden, denen die Rinder auf den Almen begegnet sind. Bis die Ergebnisse vorliegen, müssen die Betriebe die Almtiere daher von der übrigen Herde trennen. „Sonst ist die Gefahr groß, dass ein angestecktes Tier TBC in den Stall bringt.“

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hält diese Untersuchungen für sinnvoll. Zwar seien sie für die Betriebe eine Belastung, wie Josef Wasensteiner vom BBV in München sagte. Aber es sei auch im Interesse der Bauern, zu wissen, auf welchem Weg der gefährliche Erreger übertragen wird. „Da tappt man ja immer noch weitgehend im Dunkeln.“

Auch im Landratsamt in Sonthofen wird Landwirten, die Tiere in den Bergen hatten, dringend empfohlen, sie testen zu lassen. Auch wenn die meisten die Untersuchung ihrer Bestände bereits hinter sich haben. Im Oberallgäu waren vor einem Jahr die ersten Fälle von Rinder-TBC aufgetreten. Danach hatte das Landratsamt eine schrittweise Reihenuntersuchung aller Rinderbestände angeordnet. Mittlerweile wurden zwei Drittel der knapp 2000 Betriebe untersucht.

Erst ganz am Anfang steht die Reihenuntersuchung aller Rinder im Alter von einem Jahr und darüber in den elf Landkreisen am Alpenrand, die das Gesundheitsministerium angeordnet hat. Mehr als eine halbe Million Tiere müssen untersucht werden.

dpa

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