Geschäfte mit Russen-Mafia

Nach Ausweis-Schmuggel: 34-Jähriger vor Gericht

München - Er brachte für die Russen-Mafia gefälschte Pässe und Führerscheine nach Bayern: Ein 34-Jähriger muss sich dafür nun vor dem Landgericht in München verantworten.

Wegen Einschmuggelns falscher Papiere und Falschgeldes für die Russen-Mafia in Bayern muss sich seit Dienstag ein 34-Jähriger vor dem Münchner Landgericht verantworten. Der Angeklagte brachte laut Anklage im Jahr 2007 gefälschte 100-Euro-Noten und falsche Pässe und Führerscheine auf den Postweg nach München und Regensburg. Der Schlosser räumte die Vorwürfe über seinen Anwalt ein.

Empfänger der Postsendungen aus dem Baltikum war der Chef einer Mafia-Gruppe mit Zentrale in Moskau, der 2009 wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und anderer Straftaten zu elf Jahren Haft verurteilt wurde. In den vergangenen Jahren wurden in mehreren Prozessen weitere Mitglieder aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion mit mehrjährigem Freiheitsentzug bestraft. Sie handelten hauptsächlich mit Drogen und waren auch in bayerischen Gefängnissen aktiv.

Der nun angeklagte 34-Jährige war im Zuge von groß angelegten Ermittlungen gegen die Russen-Mafia Ende 2012 festgenommen worden. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung liegt ihm anders als den bereits verurteilten Männern nicht zur Last.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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