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In Ochsenfurt eröffnet eine neue Asylbewerber-Unterkunft.

Seit Längerem geplant

Nach Axt-Attacke: Ochsenfurt eröffnet neue Asylbewerber-Unterkunft

Ochsenfurt - Genau zwei Wochen nach der Axt-Attacke in einem Regionalzug soll in Ochsenfurt (Landkreis Würzburg) eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber eröffnen.

„Wir hatten bisher in Ochsenfurt einen großen Rückhalt“, sagte Johannes Hardenacke, Sprecher der Regierung von Unterfranken am Mittwoch. „Und wir haben keine Erkenntnisse, dass sich das großartig geändert hätte.“

Die Unterkunft war seit längerem geplant und soll am Montag in Betrieb gehen. Am vergangenen Montag war der 17-jährige Flüchtling in Ochsenfurt in den Regionalzug gestiegen, in dem er mit einer Axt vier Menschen schwer verletzte. Eine weitere Frau attackierte er auf seiner Flucht. Nach der Gewalttat gingen bei Flüchtlingshelfern des Ochsenfurter Helferkreises E-Mails mit Hassbotschaften ein.

Nach dem Anschlag gebe es Sorgen und Ängste bei vielen, sagte Hardenacke weiter. Dennoch würden die Bürger differenzieren: Zwischen „Schutzsuchenden“ einerseits und „den wenigen, die den Aufenthalt in Deutschland missbrauchen“ andererseits.

In dem ehemaligen Industriegebäude, das in den vergangenen Monaten zu Wohneinheiten umgebaut wurde, gibt es Platz für rund 100 Personen. In ihr sollen möglichst gemischt Familien, Paare und Einzelpersonen untergebracht werden. Die Asylsozialberatung vor Ort leistet die Caritas. Ende Juni waren in Unterfranken insgesamt 13 186 Asylbewerber untergebracht.

dpa

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