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Ein Schiff liegt am 13. März 2008 in Regensburg (Oberpfalz) hinter einer rauchenden Brücke. Nach ersten Erkenntnissen der Polizeidirektion war das Schiff mit ausgefahrenem Kranarm durch die Kanalschleuse gefahren und hatte so möglicherweise eine Gasleitung in der darüberführenden Brücke durchtrennt.

Nach Brand: Brückenwärter erhält 17500 Euro

Regensburg - Ein Schiff hatte 2008 einen Brückenträger gerammt, eine Gasleitung durchtrennt und so ein Feuer ausgelöst - ein Erlebnis für den Brückenwärter, das er nicht verkraftet hat. Nun ist er zumindest finanziell entschädigt worden.

Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Brand einer Regensburger Brücke bekommt der Brückenwärter 17 500 Euro Schmerzensgeld. Darauf einigten sich die Parteien am Dienstag vor dem Regensburger Amtsgericht in einem Vergleich. Der Fall hatte 2008 für Schlagzeilen gesorgt. Ein Schiff kollidierte mit einem Brückenträger, als es aus einer Schleuse herausfuhr. Dabei wurde eine Gasleitung durchtrennt und ein Feuer brach aus. Der Brückenwärter gibt an, einen Schock erlitten zu haben und längere Zeit arbeitsunfähig gewesen zu sein. Angeklagt waren Schiffsführer, Eigner und Eigentümer des Schiffes.

Es stehe außer Frage, dass der Schiffsführer schuldhaft gehandelt habe, sagte Richter Thomas Rauscher. Der Brückenwärter sei durch den Unfall unmittelbar geschädigt worden. “Psychische Schäden sind genauso schlimm und genauso zu ersetzen wie physische.“ Ihm scheine es erwiesen, dass der Kläger etwas Furchtbares erlebt habe. Der 58 Jahre alte Brückenwärter verließ während der Verhandlung mehrmals sichtlich aufgewühlt den Raum. Er hatte 150 000 Euro gefordert.

Infolge des Unfalls kann der Brückenwärter seinen früheren Beruf heute nicht mehr ausüben. Der Richter wollte die Verhandlung im Interesse des Mannes schnell zu Ende bringen. “Der weitere Fortgang des Verfahrens ist für den Kläger nicht gut“, sagte er.

Die Regensburger Brücke musste später abgerissen werden. Im Zusammenhang mit dem Unfall wird es noch mehrere Verhandlungen geben. Die Klage des Brückenwärters ist dabei nach Gerichtsangaben das erste Verfahren, das abgeschlossen werden konnte.

dpa

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