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Kollegen des Lasterfahrers demonstrierten für ihn. In der Mitte der Angeklagte und seine Frau.

Nach Demo und Knast: Freispruch von Fahrerflucht

Lichtenfels/Schwabach - Sein Beifahrer musste wegen Falschaussage ins Gefängnis, 60 Kollegen demonstrierten vor dem Knast: Das Amtsgericht Schwabach hat einen Lastwagenfahrer vom Vorwurf der Fahrerflucht freigesprochen.

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Ein neues Gutachten hatte ergeben, dass der Fahrer einer Möbelspedition den Zusammenstoß mit einem geparkten Auto nicht mit Sicherheit bemerken konnte. Auch das Verfahren gegen den Beifahrer müsse damit neu bewertet werden, sagte der Sprecher der Nürnberger Justiz, Thomas Koch.

Der Fall hatte im Herbst vergangenen Jahres für Aufsehen gesorgt. Aus Sicht der Anklage hatte ein Lastwagen der Spedition im April 2008 beim Ausliefern einer Küche in Schwabach ein geparktes Auto beschädigt. Fahrer und Beifahrer gaben hingegen an, nichts bemerkt zu haben. Während ersterer wegen Fahrerflucht angeklagt wurde, warf die Staatsanwaltschaft dem Zweiten uneidliche Falschaussage vor. Er habe gelogen, um seinem Kollegen den Führerscheinentzug zu ersparen. Der Familienvater aus Staffelstein (Landkreis Lichtenfels) kam für dreieinhalb Wochen in Untersuchungshaft.

Drei Gutachten holte das Amtsgericht ein, bevor es am Montag sein Urteil sprach. Während die erste Analyse noch ergab, dass es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Laster und dem Auto gekommen war, zeigte eine zweite, dass die Lackspuren nicht zueinander passten. Das dritte nun ging ebenfalls von einem Unfall aus. Allerdings sei es nicht sicher, dass die beiden Fahrer im Führerhaus den Zusammenstoß hören oder spüren konnten. Dem freigesprochenen Fahrer steht nun für die Zeit seines Führerscheinentzugs Schadenersatz zu.

dpa

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