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In diesem Haus in Strauß bei Volkenschwand wurden der Finanzbeamte und seine Frau ermordet aufgefunden.

Erste konkrete Spur nach Doppelmord an Ehepaar

Volkenschwand/Landshut - Zweieinhalb Monate nach dem Doppelmord an einem Finanzberater und seiner Ehefrau aus Volkenschwand (Landkreis Kelheim) haben die Ermittler eine erste konkrete Spur. Am Dienstag wurden fünf Wohnungen in Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg durchsucht.

Es bestehe der Verdacht, dass eine ehemalige Mitarbeiterin des ermordeten Mannes mit dem Verbrechen etwas zu tun hat, erklärte ein Sprecher der Landshuter Kriminalpolizei. Die Ex-Angestellte sowie weitere Personen wurden mit auf die jeweiligen Polizeidienststellen genommen und vernommen. Ein Haftbefehl wurde zunächst nicht beantragt.

Der oder die unbekannten Täter hatten im niederbayerischen Volkenschwand den 55 Jahre alten Rollstuhlfahrer und dessen 53 Jahre alte Partnerin umgebracht. Die Putzfrau des Paares überlebte mit zwei Kopfschüssen. Bei dem Raubüberfall wurden eine Luxus-Armbanduhr, zwei Brillant-Ohrstecker und weitere Wertgegenstände gestohlen.
Am Dienstagmorgen wurden zeitgleich Wohnungen aus dem Umfeld der früheren Mitarbeiterin im Landkreis Freising, in München, in Lörrach und in Hamburg durchsucht und verschiedene Gegenstände beschlagnahmt. Insgesamt waren bei der Razzia rund 50 Polizisten, darunter auch Spezialeinheiten, im Einsatz.

Alle Männer und Frauen, die in den jeweiligen Wohnungen waren, wurden von den Beamten zunächst für Vernehmungen mitgenommen. Nähere Angaben zu der Zahl der Personen machten die Ermittler nicht. Erst an diesem Mittwoch könnten weitere Einzelheiten bekanntgegeben werden, hieß es.

Nach dem Verbrechen vom 18. November 2008 hatte die Polizei eine 30-köpfige Sonderkommission gegründet. Am Tatort hatten die Ermittler mehrere hundert Spuren sichergestellt, zudem wurden die Geschäftsakten des Versicherungskaufmanns ausgewertet.

Die Mörder hatten den 55-Jährigen, der seit einem Unfall im Rollstuhl saß, erstochen und die Frau mit einem Kopfschuss getötet. Die Haushaltshilfe wurde sechs Stunden nach dem Verbrechen schwer verletzt gefunden. Die 32-Jährige, die zunächst im Koma lag, kann sich allerdings nicht mehr an den brutalen Raubüberfall erinnern.

dpa

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