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Nach einem Familiendrama in Aalen hat die Polizei eine Männerleiche in Hohenschwangau gefunden. Eine Verbindung der Fälle gilt als wahrscheinlich.

Nach Familiendrama: Toter Mann gefunden

Aalen/Hohenschwangau - Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Doppelmörder aus dem baden-württembergischen Aalen hat die Polizei am Mittwoch eine Leiche bei Schloss Neuschwanstein gefunden.

Ob es sich tatsächlich um den 46-jährigen Familienvater handelt, war aber zunächst unklar. Der Tote habe mehrere Tage in einem Wasserloch am Fuße der Marienbrücke in Hohenschwangau gelegen, sagte ein Sprecher der Polizei in Kempten. Die Beamten gehen davon aus, dass sich der Mann nach dem Mord an seiner 45 Jahre alten Frau und der fast 18-jährigen Tochter von der Brücke gestürzt hat.

In den vergangenen Tagen hatte sich der Tatverdacht gegen den 46- Jährigen nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft erhärtet. Finanzielle Probleme sollen dem Familienvater zugesetzt haben. Die Situation habe sich in der Woche vor der am Freitag entdeckten Tat “entscheidend zugespitzt“, teilten die Behörden mit. Es gebe möglicherweise eine Verbindung zwischen dem 46-Jährigen und einer Unterschlagung, sagte ein Polizeisprecher aus Aalen und bestätigte einen Bericht der “Schwäbischen Zeitung“. Aus der Kasse des Sportvereins, dessen Kassenwart der 46-Jährige war, soll ein fünfstelliger Geldbetrag verschwunden sein.

Mutter und Tochter waren am Freitag tot in ihrem Haus in Aalen gefunden worden. Womit die beiden getötet wurden, sagte die Polizei nicht. Am Tatabend wurde vom Handy des Vaters einen Kurzmitteilung verschickt, die auf die Gewalttat in Aalen hindeutete. Das Auto des Mannes war später auf einem Parkplatz unter Schloss Neuschwanstein gefunden worden, wo die Familie zuvor Urlaub gemacht hatte. Am Mittwoch wurde die Pöllatschlucht unterhalb der Marienbrücke zum wiederholten Mal von der Polizei durchforstet. Unter anderem gingen Taucher drei Wasserlöchern in der Schlucht auf den Grund.

dpa

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