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Nach Funkstille: Lebenszeichen von Bartgeier Bavaria

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Bartgeier Bavaria
Das Bartgeierweibchen „Bavaria“. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Fast zwei Monate herrschte Funkstille - jetzt ist das im Sommer ausgewilderte Bartgeier-Weibchen Bavaria wieder auf Empfang: Der vor zwei Monaten ausgefallene GPS-Sender von Bavaria sei wieder aktiv, teilte der Naturschutzverband LBV am Freitag mit. „Wir hatten nie Grund zur Annahme, dass es Bavaria nicht gut geht, aber natürlich hofft man ständig auf ein Lebenszeichen“, sagte der LBV-Projektleiter Toni Wegscheider.

Berchtesgaden - Der Sender war am 24. November 2021 ausgefallen - Akku leer. Die Solarzellen hätten den Sender-Akku nun wieder auf einen Ladestand von drei Prozent aufbauen können, berichtete der stellvertretende Nationalparkleiter und Projektleiter Ulrich Brendel.

Über den Sender sind die Flugrouten nachvollziehbar. Die Flüge der zusammen mit Bavaria im Sommer 2021 zweiten ausgewilderten Bartgeierdame Wally konnten hingegen trotz kleiner technischer Probleme weitgehend lückenlos überwacht werden. Es sind die ersten Bartgeier seit mehr als 100 Jahren nach ihrer Ausrottung in Deutschland. Das öffentliche Interesse an den beiden ist so groß, dass nach dem Ausfall des Senders eine Vielzahl besorgter Nachfragen beim LBV und beim Nationalpark eingegangen seien, berichtete der LBV.

Die Vögel mit einer Spannweite von bis zu 2,90 Metern ernähren sich vor allem von Knochen. Bei den derzeit schwierigen Nahrungsbedingungen halten sich Wally und Bavaria laut LBV in für sie bekannten Gebieten auf. Bavaria sei gerade in der Hochschwabgruppe in der Steiermark, wo sie schon im Oktober war. Dort gibt es gute Gams- und Steinbockbestände. Wally habe zuletzt vor allem ihre bisherigen Aufenthaltsorte, darunter die Watzmann-Ostwand und den Pass Lueg, abgeflogen, wo sie schon zuvor Nahrung gefunden hatte. dpa

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