Nach der Hitze kommt das große Donnerwetter

München - Starkregen, Sturm und Hagel: Nach der Hitze der vergangenen Tage haben in der Nacht zum Donnerstag heftige Gewitter im Freistaat gewütet. Die Hitzewelle soll damit vorbei sein.

Feuerwehr und Polizei waren zum Teil bis zum Donnerstagmorgen in verschiedenen Regionen im Dauereinsatz.

Auch in Oberbayern sorgten die Gewitter für zahlreiche Polizeieinsätze. Wie die Polizei in Rosenheim mitteilte, waren die Telefonleitungen der integrierten Leitdienststelle zeitweise komplett überlastet. Vor allem aus dem Bereich Ingolstadt und dem Tegernseer Tal gingen zahlreiche Notrufe wegen Hagelschäden, umgestürzter Bäume und Überschwemmungen ein.

Im Landkreis Miesbach gab es am frühen Mittwochabend ein kurzes, aber heftiges Unwetter mit Hagel. Besonders betroffen war Bad Wiessee.

Bilder aus dem Landkreis Miesbach

Miesbach: So wütete das Unwetter über dem Landkreis

Ein Naturschauspiel der besonderen Art haben die Schongauer am Mittwochabend über der Altstadt zu sehen bekommen. Einer der Blitze hat auch tatsächlich eingeschlagen - allerdings ohne Schaden anzurichten. Sehen Sie hier die Bilder:

Bilder aus dem Landkreis Weilheim-Schongau

Bilder: Blitze über Schongau

Auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat's am Abend gekracht. Interessant: Während es in Garmisch "nur" regnete, wütete in den Ortsteilen Farchant und Burgrain ein Hagelsturm. Sehen Sie hier einige Zusendungen von Lesern aus Garmisch-Partenkirchen:

Leserbilder aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Leserbilder aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Am Wochenende soll mit der großen Hitze in Bayern erst einmal Schluss sein. Die längste Hitzeperiode dieses Sommers gehe am Samstag zu Ende, sagte Volker Wünsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Donnerstag in München: “Die Hitze ist dann vorbei und kommt so in diesem Jahr voraussichtlich auch nicht wieder.“ In der kommenden Woche sei eher mit frühherbstlichem Wetter zu rechnen.

Die Unwetter im Rest Bayerns

In Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) drohte eine Abdeckplane von einem Dach geweht zu werden und musste gesichert werden. Ein Hochspannungskabel riss in Burkardroth (Landkreis Bad Kissingen) und wurde durch die Betreiberfirma nach einer Notabschaltung wieder festgemacht.

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Am späten Abend erreichten die Unwetter das Ostallgäu. Sturmböen, Starkregen und Hagel richteten vor allem im Bereich Marktobersdorf, Biessenhofen und Kaufbeuren Schäden an. Wegen umgefallener Bäume und vollgelaufener Keller rückten Feuerwehr und Polizei nach eigenen Angaben auch hier immer wieder aus. In Biessenhofen wurde eine Unterführung der Bundesstraße 16 überschwemmt. In Osterzell schlug ein Blitz in ein Haus ein, die Feuerwehr konnte den Schwelbrand schnell löschen. Verletzt wurde niemand.

Wenig später krachte es in der Oberpfalz: Hier liefen aufgrund des starken Regens zahlreiche Keller voll, umgestürzte Bäume blockierten die Straßen. In Waidhaus (Kreis Neustadt a.d. Waldnaab) brach der Damm des Dorfweihers, eine Straße musste deshalb mehrere Stunden gesperrt werden. In Nittenau durchtrennte der Blitz eine Stromleitung.

Wie die Polizeidienststellen meldeten, wurde bei den Unwettern niemand verletzt, der Sachschaden stand zunächst nicht fest. Erst in den frühen Morgenstunden zogen die Unwetterfronten langsam ab, wie der Deutsche Wetterdienst meldete.

In Unterfranken zog die Unwetterfront bereits am Mittwochabend hinweg. In Aschaffenburg mussten umgestürzte Bäume von den Straßen geräumt werden, Warnbalken einer Baustelle wurden umgeweht. Nach Angaben der Polizei Würzburg wurde in Hösbach (Landkreis Aschaffenburg) eine Straße überflutet. Im nahen Glattbach fiel kurzzeitig der Strom aus, weil ein Blitz in die Leitung eingeschlagen war.

dpa/mm

Rubriklistenbild: © dpa

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