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Der trockene Sommer von vor zwei Jahren hat Bayerns Wäldern zugesetzt. Doch mittlerweile erholen sich die Waldbäume langsam wieder.

Nadel- und Blattverlust geht zurück

Nach Hitze-Sommer: Bayerns Wäldern geht es wieder besser - Sorgen bleiben

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Bayerns Wälder erholen sich langsam von den Folgen des trockenen Sommers vor zwei Jahren. Eschensterben, Käferbefall und natürlich der Klimawandel bereiten Waldbesitzern aber weiter Sorgen. 

München – Der extrem trockene Sommer von vor zwei Jahren hat seine Spuren in Bayerns Wäldern hinterlassen. Besonders der Fichte hat die Hitze so zugesetzt, dass die Folgen bis heute nachwirken. Doch Forstminister Helmut Brunner (CSU) konnte dem Agrarausschuss des Landtags gestern mit seinem Waldbericht eine gute Nachricht überbringen: Bayerns Wälder erholen sich allmählich wieder.

So ist der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust der Waldbäume gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Und auch der Anteil deutlich geschädigter Bäume – also derer, die mehr als ein Viertel ihrer Blätter oder Nadeln verloren haben – ist erheblich niedriger als im Vorjahr. Die Schäden liegen damit wieder auf dem Niveau von 2015. „Vor allem die für den Waldumbau so wichtige Buche ist wieder erfreulich vitaler und wuchskräftiger geworden“, sagte Brunner. Dort sind die Schäden so gering wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Trotz dieser positiven Bestandsaufnahme blicken die Waldbesitzer nicht sorgenfrei in die Zukunft. Schädlinge wie der Borkenkäfer oder der Asiatische Laubholzbockkäfer sind weiterhin ein Problem im Wald. Genau wie das Eschentriebsterben, das von einem aus Asien stammenden Pilz ausgelöst wird, gegen den derzeit wohl kein Kraut gewachsen ist. „Wir können Waldbesitzern momentan nicht raten, Eschen zu pflanzen“, sagte Brunner. Zudem setzen Klimaphänomene wie Stürme, Trockenheit und Spätfröste dem Gesundheitszustand von Bayerns Bäumen zu. Eine Anpassung der Wälder an den Klimawandel sei angesichts dieser Herausforderungen „das Gebot der Stunde“, mahnte der Minister.

Politik: Wald-Besitzer müssen besser aufgeklärt werden

Da sind sich auch die Mitglieder des Agrarausschusses einig. Unterschiedliche Auffassungen gibt es aber darüber, ob die Staatsregierung auch genug für den Waldumbau tut. So kritisiert Horst Arnold (SPD) den anhaltenden Personalabbau, der noch aus Stoibers Forstreform von 2004 resultiert. Zudem erneuerte der SPD-Abgeordnete seine Forderung, dass die Bayerischen Staatsforsten weniger Gewinn an das Finanzministerium abführen und das Geld stattdessen wieder in den Wald investieren sollten. Auch Markus Ganserer von den Grünen sprach sich für mehr Personal aus. Außerdem reiche es nicht aus, sich mit angepassten Baumarten auf die Klimaüberhitzung vorzubereiten. „Für einen Wald der Zukunft müssen auch die Klimaschutzziele eingehalten werden.“

Leopold Herz von den Freien Wählern sprach sich zudem für eine Aufklärungsoffensive für die rund 700 000 Waldbesitzer in Bayern aus. Denn der Waldbericht zeigt auch, dass sich die Struktur der privaten Waldbesitzer verändert. Immer mehr Menschen in der Stadt besitzen ein kleines Stück Wald – sei es durch ein Erbe oder als Kapitalanlage. Brunner stellte fest: „Wir werden immer mehr Waldbesitzer haben, die die nötige Fachkompetenz nicht haben.“ Damit auch sie ihren Beitrag zu dem notwendigen Waldumbau leisten, sollen Beratung und Information in Zukunft noch mehr über das Internet, etwa über das Waldbesitzerportal, erfolgen.

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