Nach Hochwasser

Freie Fahrt für Schiffe auf der Donau

Regensburg - Mit den sinkenden Pegeln der bayerischen Flüsse entspannt sich auch die Lage für die Schifffahrt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt erklärt, wo die Schiffe wieder fahren können.

In Teilbereichen ist die Donau zwischen Regensburg und Passau bereits wieder befahrbar. An diesem Samstag sollen nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Regensburg auch die vom Hochwasser besonders betroffenen Abschnitte bei Deggendorf für den Schiffsverkehr freigegeben werden. Dann können etwa 50 Frachter und Hotelgastschiffe, die während des Hochwassers an Schleusen, Liegeplätzen und in den Häfen vertäut waren, ihre Fahrt fortsetzen. Zwar gilt in Deggendorf noch der Katastrophenfall, die Schiffsführer müssen aber nicht warten, bis er aufgehoben wird.

Das Hochwasser wirkt sich nicht nur auf die Fracht-, sondern auch auf die Personenschifffahrt aus. Die Ausflugsreederei Wurm und Köck in Passau rechnet mit einem hochwasserbedingten Minus von 20 Prozent bei den Fahrgastzahlen. Geschäftsführer Florian Noé vermutet, dass viele Besucher die Katastrophenbilder noch vor Augen haben. „Das ist aber vorbei“, sagt er. „Wer jetzt nach Passau kommt, der macht keinen Katastrophentourismus. Im Gegenteil. Er hilft mit, dass die materiellen Schäden nicht noch größer werden.“

Das WSA in Regensburg beseitigt momentan noch mögliche Einschränkungen für die Schifffahrt auf der Donau. Peilschiffe spüren Untiefen auf, Bojen werden wieder am rechten Platz verankert und Treibgut entfernt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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