Nach Hungertod von Mädchen: Ermittler prüfen Schuldfähigkeit

Thalmässing/Nürnberg - Auch sechs Monate nach dem Hungertod der drei Jahre alten Sarah im mittelfränkischen Thalmässing ist die Schuldfähigkeit ihrer Eltern weiterhin unklar.

Inzwischen liege zwar ein entsprechendes psychiatrisches Gutachten vor. Dieses solle allerdings zunächst von den Ermittlern geprüft und bewertet werden, bevor das Ergebnis öffentlich gemacht werde, erklärte der Nürnberger Justizsprecher Thomas Koch am Montag laut Mitteilung.

Mit einer abschließenden Einschätzung der Staatsanwaltschaft sei erst in den nächsten fünf Wochen zu rechnen, betonte Koch. Die beiden Eltern können nur strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie aus ärztlicher Sicht schuldfähig sind. Die kleine Sarah war im August vergangenen Jahres unter den Augen ihrer 26-jährigen Mutter und des 29-jährigen Vaters verhungert. Wegen des bedrohlichen Gesundheitszustands des Mädchens hatten beide ein paar Tage zuvor einen Notarzt gerufen, Klinikärzte hatten aber wegen der starken Unterernährung das Lebens des Kindes nicht mehr retten können.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seitdem gegen die Eltern wegen gemeinschaftlichen Totschlags durch Unterlassung. Beide sitzen in Untersuchungshaft, Sarahs Mutter wegen ihrer Erkrankung mit Unterbrechung.

Rubriklistenbild: © dpa

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