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Beim 20-jährigen Abitreffen hatte er selbst danach gesucht, jetzt brachten Kardinal Reinhard Marx Schüler die Flaschenpost zurück, die er mit Mitschülern einst als Abi-Scherz vergraben hatte.

Einst ein Abi-Scherz

Nach 43 Jahren: Flaschenpost kehrt zu Kardinal Marx zurück

München/Geseke - Nach 43 Jahren hat Kardinal Reinhard Marx eine von ihm einst vergrabene Flaschenpost zurückbekommen. Schülerinnen des Gymnasiums Antonianum im westfälischen Geseke hatten die Botschaft im vergangenen Herbst im Schulhof entdeckt.

Am Mittwochabend besuchte die Klasse den einstigen Abiturienten und heutigen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Marx, in München. Gemeinsam mit seinen Mitschülern hatte dieser im Mai 1972 als „Abi-Scherz“ einen Brief im Schulhof vergraben.

Der Erzbischof von München freute sich über den Besuch aus seiner Heimat. Beim 20-jährigen Abiturtreffen habe er selbst nach der Flasche gesucht - vergeblich, erzählte er den Sechstklässern. Bei Bauarbeiten wurde sie nun ausgegraben.

In lateinischer Sprache und mit Schreibmaschine geschrieben steht auf dem leicht vergilbten Zettel, dass es sich um die Unterschriften der Abiturienten des Jahrgangs von 1972 handelt. „Latein war eines meiner Lieblingsfächer“, sagte Marx, der den Brief einst verfasst und in einer Glasflasche aus dem Keller seiner Eltern vergraben hatte.

Nach dem bestandenen Abitur sei seine Klasse auf zwei Wagen, gezogen von Traktoren, durch Geseke gefahren und habe Honoratioren wie den Bürgermeister und die Pastoren besucht. „Wir haben jeweils gesungen und Bier oder Schnaps getrunken.“ Mit einigen seiner Mitschüler stehe er immer noch in Kontakt.

Behalten durfte Marx die Botschaft jedoch nicht. Zusammen mit einem Brief der Sechstklässler und Zeitungsartikeln über den Fund soll er wieder im Schulhof vergraben werden.

dpa

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