Bayerisches Kabinett beschließt

Nach langem Ringen: 12 Millionen für Sehbehinderte

Die Opposition hatte sie lange gefordert - die staatliche Unterstützung für schwer Sehbehinderte. Nun konnte sich das Kabinett zu einem Beschluss durchringen.

Hochgradig sehbehinderte Menschen in Bayern können nach langen Diskussionen nun mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat rechnen. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München, dafür ab 2018 jährlich 12 Millionen Euro bereitzustellen.

Bislang erhalten nur Sehbehinderte mit einer Sehkraft von maximal zwei Prozent das sogenannte Blindengeld in Höhe von derzeit 579 Euro. Die Opposition fordert seit langem, dass auch schwer sehbehinderte Menschen mit einer Sehkraft zwischen zwei und fünf Prozent eine anteilige Unterstützung bekommen sollen. Das hatte die CSU zwar seit längerem versprochen, aber nie in die Tat umgesetzt - bis jetzt.

„Rund 8500 Menschen in Bayern sind hochgradig sehbehindert und brauchen teure Hilfen zur Bewältigung des Alltags“, erklärte Sozialministerin Emilia Müller (CSU) nun nach der Kabinettssitzung. „Auch sie wollen wir mit einem Sehbehindertengeld unterstützen.“ Die Betroffenen sollen künftig 176 Euro pro Monat vom Freistaat bekommen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mann stellt sich vier Jahre nach Gewaltverbrechen
Vor vier Jahren fand die Polizei eine ermordete Frau. Der Täter konnte nicht ermittelt werden. Nun hat ein Mann das Verbrechen überraschend gestanden.
Mann stellt sich vier Jahre nach Gewaltverbrechen
Mann greift Einsatzkräfte an und randaliert im Rettungswagen
Ein 27-Jähriger ist auf Sanitäter losgegangen, die ihm helfen wollten. Im Rettungswagen randalierte der Mann und beschädigte einiges.
Mann greift Einsatzkräfte an und randaliert im Rettungswagen
Modellbahn, Briefmarke & Co: Deutsche Hobbys in der Alterskrise
Wo früher die neue Märklin durchs Zimmer fuhr, stehen heute Computer und Spielekonsolen. Die einst typisch deutschen Hobbys wie Modellbahn und Briefmarkensammeln stecken …
Modellbahn, Briefmarke & Co: Deutsche Hobbys in der Alterskrise
Knapp den Jackpot verpasst: Darum kann sich ein Bayer trotzdem freuen
Knapp daneben lag ein Lottospieler aus Bayern beim Eurojackpot. Den Gewinn von 90 Millionen Euro hat er zwar verpasst, trotzdem kann er sich freuen.
Knapp den Jackpot verpasst: Darum kann sich ein Bayer trotzdem freuen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.