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Vor dem Landgericht Ansbach muss sich ein 38-jähriger Mann verantworten. Er stach auf seine schwangere Verlobte mit dem Messer ein.

Plädoyers verschoben

Nach Messerattacke auf schwangere Verlobte: Droht ihm eine Strafe wegen versuchten Mordes?

Ein 38-jähriger Mann steht derzeit in Ansbach vor dem Gericht. Er hatte seine schwangere Verlobte mit dem Messer attackiert - ihr Baby starb nach dem Angriff.

Ansbach - Im Ansbacher Prozess wegen eines Messerangriffs auf eine Schwangere mit tödlicher Folge für das ungeborene Kind sind die Plädoyers verschoben worden. Der Angeklagte muss nach einem rechtlichen Hinweis des Landgerichts vom Dienstag nun auch mit einer Verurteilung wegen versuchten Mordes rechnen. Er stand bisher unter anderem wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Verlobte im Mai 2017 auf einer Straße in Neuendettelsau mit mehreren Messerstichen schwer verletzt zu haben. Die Frau überlebte, das ungeborene Kind der heute 32-Jährigen jedoch nicht, wie wir bereits berichtet haben.

Weil das Opfer arg- und wehrlos gewesen sei, sieht die Anklagebehörde das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an. Damit drohen dem Mann bis zu 15 Jahren Gefängnis. Anklage, Nebenklage und Verteidigung sollen nun ihre Plädoyers vorbereiten. Das Urteil soll am Freitag gesprochen werden.

Der als Flüchtling nach Deutschland gekommene Äthiopier ist auch wegen gefährlicher Körperverletzung und eines besonders schweren Falls des Schwangerschaftsabbruchs angeklagt. Zum Prozessauftakt hatte der 38-Jährige gesagt, er könne sich zwar an einen Streit mit seiner ebenfalls aus Äthiopien stammenden Verlobten erinnern, nicht aber an die Tat. Mehrere Zeugen berichteten vor Gericht, der Mann habe brutal auf seine Partnerin eingestochen.

dpa

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