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Hat sie den Mord in Auftrag gegeben? Nun soll auch gegen Witwe Alexandra M. ermittelt werden.

Auslieferung nach Österreich?

Parkplatz-Mord: Jetzt soll Witwe vor Gericht kommen

München - Wusste Alexandra M. von der tödlichen Attacke auf ihren Mann? Allem Anschein nach muss sich die 31-Jährige wegen des Parkplatzmordes demnächst vor Gericht verantworten.

Jetzt muss sich auch die Witwe für den kaltblütigen Mord an ihrem Ehemann (31) auf einem Parkplatz am Wilden Kaiser (Tirol) verantworten! Nach Angaben der Innsbrucker Anklagebehörde hat die Staatsanwaltschaft in München nämlich der Auslieferung von Alexandra M. (31) aus Deutschland nach Österreich zugestimmt, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Anfang Dezember war schon Alexandras Liebhaber Konstantinos P. (28) von München nach Tirol überstellt worden. Er soll seinen Landsmann Antonis C. auf einem Parkplatz in Söll mit zehn Schüssen regelrecht hingerichtet haben.

Witwe animierte Täter offenbar zur Attacke

Der mutmaßliche Mörder Konstantinos P.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verdächtige und die Frau des Opfers eine Beziehung hatten. Die Witwe soll „den Tatentschluss beim Ausführungstäter und Freund gefördert haben“, sagte der Innsbrucker Ankläger Thomas Willam der Tiroler Tageszeitung. Im Klartext: Alexandra M. wusste, dass Konstantinos P. ihren Ehemann erschießen wollte. Und: Die 31-Jährige, die mit ihrem griechischen Mann eine sechsjährige Tochter hat, soll den mutmaßlichen Täter sogar zu der Tat angestiftet haben!

Mit zehn Schüssen im Körper war Antonis C. Anfang November neben dem Parkplatz am Rande einer steilen Schlucht gefunden worden. Die Zahl der Schüsse soll kein Zufall gewesen sein. „Das war ein Racheakt“, sagte der Münchner Anwalt des Verdächtigen, Georgios Vlachopoulos, dertz. Für jede angebliche Misshandlung der Geliebten durch den Ehemann gab es eine Kugel! „Er hat die Tat aus Liebe begangen.“

Der Mord war der Schlusspunkt in einer Tragödie, die in Kreta begonnen hatte. Antonis C. war in Sivas aufgewachsen, einem 500-Einwohner-Dorf im Süden der Insel. In Kreta hatte der Grieche auch seine spätere Frau Alexandra M. kennengelernt. Wegen der Wirtschaftskrise verließ das verheiratete Paar vor drei Jahren die Insel. Die beiden zogen mit der gemeinsamen Tochter nach Ottobrunn. In einer Sportgaststätte lernten sie Konstantinos P., einen Griechen, kennen - die Freundschaft endete in einer Tragödie.

jam

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