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Polizisten mit Schutzwesten gehen am Freitag  in Augsburg zu ihren Fahrzeugen. In der Nacht war hier bei einer Schießerei ein Polizist getötet und eine weitere Beamtin verletzt worden.

Nach Polizistenmord: Die Angst fährt mit

Augsburg - Vorsichtig sind Streifenpolizisten bei Kontrollen sowieso immer. Nach dem kaltblütigen Mord in Augsburg jedoch fährt in den Streifenwagen die Angst mit.

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Seit Jahren weisen die beiden großen Polizeigewerkschaften GdP und DPolG immer wieder auf die wachsende Gewalt hin, mit der Polizisten auf der Straße täglich konfrontiert werden. Mangelnder Respekt, Beleidigungen und Körperverletzung sind an der Tagesordung.
Die ungeheuerliche Kaltblütigkeit des Mordes von Augsburg jedoch erschreckt Helmut Bahr, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP): „Wir sind alle geschockt. Die beste Ausrüstung und die beste Ausbildung kann einen derart kaltblütigen Mord ohne jede Vorwarnung nicht verhindern. Wenn man an solche Verbrecher gerät, reicht ein einziger Schuss. Unser Kollege ist gestorben, weil er eine Uniform trug.“

Polizistenmord in Augsburg

Polizistenmord in Augsburg

Für Bahr ist dieser schlimme Fall ein Spiegel für die Gefahren des Polizistenberufes. Das Thema Eigensicherung nimmt in der Polizeiausbildung einen sehr breiten Raum ein: „Die Eigensicherungs-Ausbildung der bayerischen Polizei ist sicherlich eine der besten in ganz Deutschland. Da sind die Leute dermaßen getrimmt drauf. Das ist immer präsent. Ich mach mir aber schon Gedanken, was jetzt in den Köpfen der Kollegen vorgeht. Da wird sehr viel Aufarbeitung notwendig sein.“ Am Freitag jedoch waren alle Gedanken bei der verletzten Kollegin und bei den Hinterbliebenen: „Da geht der Ehemann und Vater aus dem Haus und kommt nie wieder zurück. Das ist doch unbegreiflich.“

Helmut Benker von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) bezeichnete den Mord als „traurige Eskalation der Gewaltspirale“ gegen Polizisten: „Auch die Verunsicherung in den Polizistenfamilien ist jetzt groß. Man weiß doch nie, ob Vater oder Mutter, die Ehefrau oder der Ehemann wieder wohlbehalten vom nächsten Dienst zurückkehren.“

tz

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