Traditionsreiches Volksfest

Nach Treffen der Verantwortlichen: Bürger müssen weiter bangen

Gibt es doch noch eine Chance für die berühmte Bamberger Sandkerwa? Die Veranstalter hatten das Fest abgesagt, doch das will die Stadt nicht akzeptieren. Gestern trafen sich die Verantwortlichen zu einem Gespräch.

Bamberg – Die Zukunft der traditionsreichen Sandkerwa in Bamberg bleibt weiter offen. Ein Gespräch zwischen der Stadtspitze und den Veranstaltern brachte am späten Dienstagabend noch kein konkretes Ergebnis. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und der veranstaltende Bürgerverein wollen aber in Kontakt bleiben – am kommenden Montag, 22. Mai, ist ein weiteres Treffen geplant.

Einzelheiten aus dem Gespräch vom Dienstag nannte zunächst niemand. Man habe „in konstruktiver Atmosphäre Lösungswege ergebnisoffen diskutiert“, teilte eine Sprecherin der Kommune lediglich mit.

Anfang des Monats hatten die Veranstalter das für Ende August geplante traditionsreiche Volksfest abgesagt, doch das will die Stadt nicht akzeptieren. Für Dienstagabend hatte Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) deshalb zu einem Gespräch eingeladen. Man wolle über die Zukunft der Sandkerwa reden, hatte eine Stadtsprecherin vorab mitgeteilt.

Absage wegen zu großer Sicherheitsbedenken

Veranstaltet wurde die Sandkerwa, die jährlich bis zu 300.000 Gäste anlockt, von Ehrenamtlichen, die im Bürgerverein Sand organisiert sind und für die Kerwa eine GmbH gegründet haben. Die Organisatoren hatten die Absage mit erhöhten Auflagen für die Sicherheit und mit finanziellen Risiken begründet. Die immer strengeren Anforderungen an die Sicherheitsvorkehrungen hätten die Bilanz ins Minus rutschen lassen.

„Alle sollten jetzt an einem Strang ziehen“

Dass die Stadt Bamberg als Veranstalter einspringt, scheint ausgeschlossen zu sein, denn die Namensrechte für die Sandkerwa liegen beim Bürgerverein. Und dieser hatte betont, sie nicht abgeben zu wollen. Dennoch will die Kommune das Volksfest retten. Die Sandkerwa sei eine traditionsreiche Veranstaltung, „die von den Bambergerinnen und Bambergern geliebt wird“, hatte Starke betont. Meinungsverschiedenheiten aus der Vergangenheit müssten beiseite geschoben werden. „Alle sollten jetzt an einem Strang ziehen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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