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Ungetrübter Badespaß: Das LGL gibt Entwarnung nach der Untersuchung der bayerischen Badeseen.

Zehn Gewässer wurden getestet

Nach Untersuchung bayerischer Badeseen auf Keime: Das fordern die Grünen jetzt

Die Ergebnisse der Untersuchungen südbayerischer Badeseen auf multiresistente Keime sind da. Nach Angaben der Experten gibt es nichts zu beanstanden. Doch die Grünen sehen das anders.

München - Keime, gegen die kaum ein Antibiotikum wirkt, gehören zu den weltweit größten Gefahren für die Gesundheit. Nachdem in Norddeutschland derartige Erreger in Badeseen nachgewiesen worden waren, hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zehn Badegewässer im südbayerischen Raum auf antibiotikaresistente Bakterien untersuchen lassen. Sie fanden zusätzlich zu den während der Badesaison monatlichen Routineuntersuchungen statt.

Da Antibiotikaresistenzen auch in der Natur vorkommen, fanden die Forscher in zahlreichen Proben Keime mit Resistenzen gegen einzelne Antibiotika. Nur zwei Gewässer wiesen eine Belastung mit Erregern auf, gegen die gleich mehrere Antibiotika nicht wirken: der Seehamer See im Kreis Miesbach und der Wakelake im Kreis Landshut. Allerdings gab die Behörde auch gleich Entwarnung. Die Konzentration der Keime sei gering gewesen, es ergebe sich kein erhöhtes Gesundheitsrisiko beim Baden. „Beide Seen sind nicht zu beanstanden“, betonte das Landesamt. „Es besteht deshalb kein Grund, den Seehamer See, den Wakelake oder andere kontrollierte Badegewässer in diesem Sommer zu meiden.“

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Zehn südbayerische Seen untersucht

Das LGL hatte insgesamt zehn Seen in Südbayern untersucht: Neben Wakelake und Seehamer See auch den Schliersee (Kreis Miesbach), den Faulensee und den Forggensee im Ostallgäu, den Chiemsee (Kreis Rosenheim), den Starnberger See (Kreis Weilheim-Schongau) sowie den Feldmochinger See, den Langwieder See und den Regattasee in München. Weitere Untersuchungen der nordbayerischen Seen sind für dieses Jahr geplant. Die Landtags-Grünen forderten am Dienstag nach der Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse Konsequenzen wie zum Beispiel die Aufrüstung von Kläranlagen vor Badegewässern.

LGL-Präsident Andreas Zapf betonte, dass gesunde Menschen durch resistente Keime nicht gefährdet seien. „Die beim Schwimmen üblicherweise geschluckten kleineren Mengen Wasser sind in der Regel unbedenklich.“ Gefährdet seien vor allem Kranke und Menschen mit Verletzungen an der Haut.

kwo/lby

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