Sturm und Hagel wütete

Nach Unwetter: Bauern klagen über große Ernteschäden

Nach den Unwettern vom Freitagabend ist klar: Neben großen Schäden in den niederbayerischen Wäldern hat es auch die Bauern hart getroffen: Sturm und Hagel haben große Teile der Ernte zerstört.

München - Das Unwetter vom Freitagabend hat die Bauern in mehreren Regionen Bayerns schwer getroffen. Die Schadenshöhe sei noch bezifferbar, sagte eine Sprecherin des Bayerischen Bauernverbands am Montag. Schäden gab vor allem im Raum Fürth in Mittelfranken sowie in Niederbayern im Landkreis Passau. Bei Fürth hätten Sturm und Hagel auf einem Gebiet von 6 mal 15 Kilometern schneisenartig eine Spur der Verwüstung in Zuckerrüben- und Maisfeldern hinterlassen. „Der Mais, der drei Meter hoch war, hat jetzt eine Höhe von einem halben Meter“, sagte die Sprecherin. Teils wurden Ställe und Scheunen abgedeckt. Auch Waldgebiete seien teils schwer betroffen.

Der Sturm hatte zudem im Landkreis Passau mehrere Hundert Quadratmeter Wald beschädigt oder vernichtet. Besonders betroffen von dem Unwetter waren die Stadt Hauzenberg und die Gemeinde Thyrnau. Landrat Franz Meyer (CSU) sprach am Sonntag von einem „schockierenden Schadensbild“ und von einer „Veränderung des Landschaftsbildes in manchen Landkreisteilen“. Er warnte zugleich vor dem Betreten von Waldstücken. Das sei auf Wochen lebensgefährlich. Bei Aufräumarbeiten starben im Landkreis am Wochenende zwei Männer.

dpa/lby

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