Nachbarssohn mit HIV infiziert - lange Haft und Sicherungsverwahrung

München -­ Ein HIV-infizierter Mann ist vom Landgericht München wegen sexuellen Missbrauchs und gefährlicher Körperverletzung zu zwölf Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Der Angeklagte hatte sich im Februar und März 2007 an dem damals 14 Jahre alten Sohn der Nachbarn ohne Kondom vergangen und den geistig behinderten Jungen infiziert. Das Gericht ging mit seinem Urteil am Mittwoch beim Strafmaß noch zwei Jahre über den Antrag der Staatsanwaltschaft. Auch die Sicherungsverwahrung sah die Vorsitzende Richterin als unumgänglich an. “Wenn nicht hier, wann dann“, sagte die Richterin, und mit Blick auf die HIV-Infektion des Jugendlichen: “Das Opfer hat lebenslang.“ Die Verteidigung kündigte Revision an.

Der 51-jährige Angeklagte war 1990 schon einmal wegen Missbrauch eines Kindes ­ seines damals erst drei Jahre alten Sohnes ­ verurteilt worden. Er kam damals mit einer Bewährungsstrafe davon. Seine Frau habe ihn aus der Wohnung geklagt, nach der Scheidung habe er seine Vorliebe für Männer entdeckt, sagte der 51-Jährige dem psychiatrischen Sachverständigen. Der Gutachter sah die Gefahr, dass der minderbegabte Angeklagte weitere sexuelle Straftaten begehen könnte.

dpa

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